Plakataktion an der KGS Neanderstraße Protest gegen Elterntaxis

Mettmann · Schülerinnen und Schüler der KGS Neanderstraße appellierten mit einer Plakataktion an Eltern, ihre Kinder lieber zu Fuß zur Schule und wieder nach Hause gehen zu lassen.

 Häufiger Anblick direkt vor Schulen: Eltern holen ihre Kinder mit dem Auto ab.

Häufiger Anblick direkt vor Schulen: Eltern holen ihre Kinder mit dem Auto ab.

Foto: pixabay

Das Problem ist bekannt: Kurz vor dem Schulbeginn um 8 Uhr werden auch hier in Mettmann auf der Neanderstraße sehr viele Kinder von ihren Eltern mit dem Auto bis möglichst direkt vor das Schultor gefahren. Dadurch kommt es immer wieder zu äußerst gefährlichen Situationen, besonders für die Kinder, die zu Fuß zur Schule laufen.

Dabei hat die Katholische Grundschule in der Vergangenheit bereits viele Schritte zur Entschärfung der Situation unternommen: Initiiert durch die ehemalige Schulpflegschaft wurde vor dem Restaurant „Red Sun“ eine Elternhaltestelle eingerichtet, von der aus die Schüler den restlichen Weg sicher allein zurücklegen können. Auch hängt schon lange am Schultor ein Banner: „Wir wollen gehen! Zu Fuß statt Elterntaxis!“.

In enger Zusammenarbeit mit der jetzigen Schulpflegschaftsvorsitzenden Manuela Klaus und Polizeihauptkommissarin Michaela Jordan wurden schon seit geraumer Zeit Kontrollen durch die Polizei und das Ordnungsamt durchgeführt, um das Verhalten der Autofahrer zu verändern und die Sicherheit zu verbessern. Doch die vielen Aufklärungsgespräche mit Polizei und OA zeigten noch nicht genug Wirkung, so dass auf Wunsch sämtlicher Klassenpflegschaftsvorsitzenden nun die Schüler selbst die Initiative ergriffen: Im Kunstunterricht fertigten mehrere Klassen Plakate und Banner mit Appellen an die Autofahrer an und stellten sich mit diesen an einem Morgen an den neuralgischen Punkten demonstrativ an den Straßenrand. Begleitet wurden sie von ihren Klassenlehrkräften, der Schulpflegschaft sowie den Polizeihauptkommissarinnen Michaela Jordan und Silke Stephan.

Und tatsächlich scheint diese Aktion schon vor ihrer Durchführung eine Reaktion hervorgerufen zu haben: Das Verkehrsaufkommen war an diesem Morgen merklich geringer. Im Nachhinein berichteten einige Kinder freudig, dass ihre Eltern nun planten, sie in Zukunft nicht mehr direkt vor der Schule abzusetzen oder sogar den ganzen Weg laufen zu lassen.

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