Medienzentrum des Kreises Mettmann bildet Medienscouts aus Experten der digitalen Welt

Mettmann · In Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Medien NRW hat das Medienzentrum des Kreises Mettmann in den vergangenen Monaten erneut 36 Schüler und 18 Lehrer aus neun weiterführenden Schulen im Kreis zu Medienscouts ausgebildet.

 Frisch gebackene Medienscouts.

Frisch gebackene Medienscouts.

Foto: Kreis Mettmann

Am Dienstag (28. Juni) überreichte Kreisdirektor Philipp Gilbert im Nikolaus-Ehlen-Gymnasium in Velbert die Zertifikate an die neun Medienscout-Teams, darunter auch eines vom Konrad-Heresbach-Gymnasium in Mettmann. Diese gehen nun zurück in ihre Schulen und beraten dort schwerpunktmäßig Schüler der 5. und 6. Klassen im verantwortungsbewussten Umgang mit sozialen Medien, Messengerdiensten, Bild- und Persönlichkeitsrechten in der digitalen Welt.

„Mit den digitalen Medien wie Smartphones und Tablets ist die Verfügbarkeit des Internets und mobiler Anwendungssoftware zum allgegenwärtigen Begleiter geworden. Dies verändert nicht nur Kommunikations- und Lernumgebungen, sondern erlaubt auch neue schöpferische, kreative Prozesse. Für Bildungsverantwortliche in den Schulen ist die Digitalisierung Herausforderung und Chance zugleich“, stellte Gilbert in seiner Begrüßungsansprache fest.

Zentrales Anliegen in den Medienscouts-Workshops ist die Vermittlung von Medienkompetenz. Neben den Chancen der Digitalisierung – wie Gamification oder hybriden Veranstaltungsformaten – gilt es auch, ihre Risiken und Gefahren kritisch reflektieren und bewerten zu können. In der Ausbildung der Medienscouts wird daher auf vielfältige Art daran gearbeitet, die Scouts und ihre Lehrer für manch negative Begleiterscheinungen zu sensibilisieren. Zu den bekanntesten Phänomenen neben „Fake News“ und „Hate Speech“ zählt das „Cybermobbing“, dessen Auswüchse in der Gesellschaft und ebenso an Schulen immer öfter zu beobachten sind. In den Workshops werden daher auch praxisnahe Beratungs- und Konfliktsituationen durchgespielt, die den Scouts später bei ihrer Präventionsarbeit an ihrer Schule helfen sollen. Nach ihrer Ausbildung bilden die Medienscouts auch eine Art „Frühwarnsystem“ – als Peers stehen sie in ständigem Kontakt mit ihren Mitschülern, sodass manche Eskalationszenarien bei ihnen früher auf dem „Radar“ auftauchen als bei ihren Lehrkräften. Letztere können dann frühzeitiger deeskalierend eingreifen.

Gestartet wurde das Projekt Medienscouts NRW im Kreis Mettmann im Jahr 2014. Inzwischen haben 52 weiterführende Schulen im Kreis das Projekt fest in ihrer Beratungs- und Präventionsarbeit etabliert. Wer sich über die Medienscouts-Arbeit im Kreis und die teilnehmenden Schulen informieren will, findet entsprechende Informationen auf dem Bildungsportal des Kreises Mettmann unter www.bildungsportal-me.de/bildung-in-der-digitalen-welt/lebenswelten/medienscouts

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