Bürgerverein Metzkausen informiert Bürgerverein: Die erste Tankbank in Mettmann

Mettmann · An der Homberger Straße, vor der Fleischerei, lädt eine neue Bank zum Verweilen ein. Aufgestellt hat sie der Bürgerverein Metzkausen und das gute Stück dient nicht nur Erholungszwecken.

Gregor Neumann auf der Tankbank an der Homberger Straße 4.

Gregor Neumann auf der Tankbank an der Homberger Straße 4.

Foto: D. Herrmann

Metzkausen hat seinem Bürgerverein schon so einige Sitzgelegenheiten zu verdanken, allein im Combergpark sind es deren zehn. Aber das jüngste Exemplar sticht zweifelsohne hervor. An der Homberger Straße 4 lädt es Passanten zur Rast ein und ein Blick genügt, um festzustellen, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Bank handelt, sondern um eine sogenannte Tankbank, entwickelt und hergestellt von einem Unternehmen in der Stadt Nottuln und die erste ihrer Art im Mettmann. Unter der Sitzfläche befindet sich ein Wasserreservoir, mit dem das hinter dem Möbel liegende Rosenbeet durchgehend tröpfchenweise feuchtgehalten wird. „Eine besonders nachhaltige Art der Bewässerung“, erläutert Gregor Neumann, 1. Vorsitzender des Bürgervereins Metzkausen. Die Idee zum Projekt stammt vom 2. Vorsitzenden, Karl-Heinz Küpper, bis zur Umsetzung verging ein dreiviertel Jahr.

„Wir mussten einen passenden Platz finden und uns um die Finanzierung kümmern“, erzählt Gregor Neumann. Bei letzterer half die Kreissparkasse, die einen Teil der notwendigen 7000 Euro beisteuerte. Und mit dem Aufstellungsort war man sich verhältnismäßig schnell einig. An der Homberger Straße 4, im Gebäude der heutigen Fleischerei, befand sich einst Metzkausens alte Schule, gleich nebenan ragt der ehemalige Feuerwehrturm in den Himmel und auf der anderen Straßenseite gingen die Menschen früher ins „Radieschen“ eine Wirtschaft mit angeschlossenem Biergarten. Kurzum: Es handelt sich um einen Ort mit bewegter Historie, der für das Miteinander in Metzkausen eine bedeutsame Rolle spielte. Und um eben jenes Miteinander geht es auch dem Bürgerverein mit Projekten wie der Tankbank.

„Wir wollen Orte schaffen, an denen die Menschen sich treffen und ins Gespräch kommen können“, so Gregor Neumann. „Dieser Platz, mit seiner Vergangenheit, schien uns besonders gut geeignet.“ Alt und Neu kommen hier zusammen, symbolisiert auch durch die betagte Pumpe im Rosenbeet, die früher Wasser für die Schule förderte. „Eigentlich“, so der 1. Vorsitzende, „wollten wir ja nicht Blumen, sondern einen Baum pflanzen.“ Das ging aber nicht, weil sich unter dem Platz ein Regenrückhaltebecken befindet. Vielleicht klappt es ja woanders. Der Bürgerverein möchte noch eine zweite Tankbank aufstellen, dank großzügiger Spenden von Mitgliedern wäre die Finanzierung bereits gesichert. Nur der Ort der Aufstellung steht noch nicht fest. „Es gibt einen Favoriten“, so Gregor Neumann, „und wir hoffen, dass die Stadt uns grünes Licht dafür gibt.“

(dir)
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