Gesamtschule „Die Amok-Androhung hinterlässt einen Schaden“

Mettmann · Eine an einer Tür aufgeschmierte Amokandrohung hat am Mittwoch, 11. März, einen größeren Polizeieinsatz an einem Schulkomplex in Mettmann ausgelöst.

Polizei im Einsatz.

Foto: pixabay/Jonas Augustin

Nach ersten Ermittlungen konnte jedoch am frühen Nachmittag Entwarnung gegeben werden. Folgendes war geschehen: Gegen 11:45 Uhr stellte der Hausmeister einen mit einem Permanent-Stift hingeschmierten Schriftzug an einer Tür im Flur der Gesamtschule am Borner Weg fest. Darauf zu lesen war eine Amokandrohung für den gleichen Tag. Zudem befanden sich weitere Schmierereien und Bedrohungen an anderen Türen.

Die Schule alarmierte daraufhin die Polizei, die vor Ort starke Präsenz zeigte und Ermittlungen zu den Verursachern einleitete. Im Zuge dieser Ermittlungen erhielt die Polizei Hinweise zu drei Tatverdächtigen, denen zur Last gelegt wird, für die Schmierereien und die Drohung verantwortlich zu sein. Bei dem Trio handelt es sich um Schüler der Gesamtschule - zum Schutze der Persönlichkeitsrechte und aufgrund der weiter andauernden Ermittlungen macht die Polizei keine weiteren personenbezogenen Angaben zu den Tatverdächtigen.

Hintergrund der Schmierereien dürften nach ersten Ermittlungsergebnissen Streitigkeiten unter Schülern gewesen sein. Eine ernsthafte Gefahr bestand nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse jedoch nicht.

Bürgermeister André Bär hat sich in einer von ihm verfassten öffentlichen Mitteilung zu dem Geschehen geäußert. Es sei absolut richtig, so der Bürgermeister, dass dieser Amok-Verdacht ernst genommen worden sei. Um einen Scherz könne es sich nicht handeln. Dieser Vorfall habe bei hunderten von Kindern und Eltern verständliche Ängste und Sorgen ausgelöst.

Zum Glück habe sich die Amok-Androhung nicht bewahrheitet. Dennoch hinterlasse die Androhung einen Schaden - vor allem bei den Kindern und Jugendlichen. Andre Bär: „Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass alle Beteiligten - von städtischen Bediensteten, Schulleitung, Lehrkräfte sowie Polizeieinsatzkräfte in dieser schwierigen und herausfordernden Situation gemeinsam äußert besonnen und professionell gehandelt haben.“