Im September vergangenen Jahres haben sich 21 engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden, um die Genossenschaft Bürgerenergie Mettmann ins Leben zu rufen. Am 14. Januar 2026 gab das Amtsgericht Wuppertal sein finales Okay. Die Gründungsphase ist damit offiziell abgeschlossen. Zum Vorstand wurden Ingo Harmsen, der sich bereits im Bürgerverein Metzkausen stark für Windenergie eingesetzt hat, und Thorsten Arkenau ernannt. Den einstimmig gewählten Aufsichtsrat bilden Dirk van Kampen, Martin André und Jörg Bernhardt.
Ziel der Genossenschaft: Anlagen zur Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien zu errichten, zu betreiben und zu vermitteln. Damit, so heißt es in einer Pressemitteilung der Genossenschaft, solle die Energieversorgung in Mettmann unabhängiger, nachhaltiger und bürgernäher werden.
„Wir freuen uns sehr, dass nach der Bestätigung durch den Verband nun auch das Amtsgericht den Weg frei gemacht hat“, erklärt Ingo Harmsen, Vorstandsmitglied der neuen Genossenschaft. „Wir wollen nicht länger darauf warten, dass andere handeln – wir wollen selbst Verantwortung übernehmen. Mit der Bürgerenergie Mettmann eG schaffen wir die Möglichkeit, dass alle Mettmannerinnen und Mettmanner direkt an der Energiewende teilhaben und von ihr profitieren können.“ Parallel zur rechtlichen Eintragung ist die eigene Webseite jetzt online: www.bem-eg.de. Ab sofort sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, Kontakt aufzunehmen. Um die Bürger direkt einzubinden, plant die Genossenschaft bereits für die nahe Zukunft erste öffentliche Informationsveranstaltungen.
„Lokale Energieprojekte stärken nicht nur den Klimaschutz“, sagt Thorsten Arkenau, „sondern auch den Zusammenhalt in unserer Stadt. Wenn Bürgerinnen und Bürger gemeinsam investieren, entsteht ein echtes Wir-Gefühl – und die Wertschöpfung bleibt bei uns. Zudem ist die lokale Energieerzeugung häufig eine wirtschaftlichere Lösung als eine Versorgung von weit her“. Die Bürgerenergie Mettmann eG will in den kommenden Monaten erste konkrete Vorhaben initiieren – darunter Photovoltaikanlagen auf Vereinsdächern, Kooperationen mit Projektierern sowie Speicherlösungen für selbst erzeugten Strom. Langfristig soll die Genossenschaft zu einer tragenden Säule der kommunalen Energiewende werden.
„Die Zukunft der Energie liegt in unseren eigenen Händen,“ so Harmsen abschließend. „Je mehr Menschen mitmachen, desto mehr Projekte können wir umsetzen. So wird unsere gemeinsame Wirkung stärker.“