Entscheidung vorerst zurück gestellt Hasseler Straße: Vorerst kein Nahversorger

Mettmann · Stadt möchte Entscheidung zurückstellen und die Auswirkungen auf andere Märkte analysieren.

Die Hasseler Straße in Mettmann.

Foto: Kreisstadt Mettmann

Auf der Tagesordnung des Ausschusses für Planen, Umwelt und Bauen am 11. März um 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses stehen unter anderem Entwurfsbeschlüsse zur Änderung des Flächennutzungsplans sowie zum Bebauungsplan für die Errichtung von Mehrfamilienhäusern an der Hasseler Straße auf der Tagesordnung. Den in diesem Zusammenhang ursprünglich vorgesehenen Standort für einen zweiten Nahversorger in Metzkausen möchte die Verwaltung vor dem Hintergrund der kontrovers geführten Diskussionen der vergangenen Wochen – insbesondere mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf den bestehenden Einzelhandel – zurückstellen. Bedenken gegen den Standort gibt es in Teilen der Bevölkerung und von Betreibern vorhandener Supermärkte. Sie befürchten, dass ein Nahversorger an der Hasseler Straße negative Auswirkungen auf andere Supermärkte in der Stadt haben könnte. Vor allem den Edeka-Markt an der Berliner Straße sehen sie gefährdet. Negative Auswirkungen werden aber auch für weitere Märkte in der Stadt nicht ausgeschlossen.

„Deshalb halte ich es für richtig, dass wir diese Entscheidung erst einmal zurückstellen, bis wir tatsächlich einschätzen können, ob und welche Auswirkungen ein Nahversorger an der Hasseler Straße tatsächlich auf andere Märkte haben könnte“, sagt Bürgermeister André Bär. Für eine weitere, genaue Planung sollte deshalb ein Verträglichkeitsgutachten erstellt werden, dass das konkrete Vorhaben und seine Auswirkungen auf die vorhandenen Nahversorgungsstandorte untersucht. Die Verwaltung möchte deshalb weitere Untersuchungen vornehmen, um den Bedenken Rechnung zu tragen. Unberührt von der Änderung des Flächennutzungsplans soll die Fläche südlich der Straße Auf dem Pfennig bleiben, auf der Mehrfamilienhäuser geplant sind.