Der Friedensfedern Mettmann e.V., der sich in Gründung befindet, wird bei der Umsetzung des politisch beschlossenen, mehrstufigen Konzepts zur Reduzierung der Taubenpopulation in der Stadt tatkräftig mithelfen. Wie berichtet, ist es den Mitgliedern des Stadttauben-Vereins gelungen, rund 350 Tauben aus der Innenstadt zu einer Grünfläche an der Seibelquerspange zu leiten.
Der Verein Friedensfedern Mettmann übernimmt jetzt die Fütterung der Tauben auf dieser Grünfläche, nachdem der Stadttauben e.V. erklärt hatte, dies nicht weiter fortzusetzen. Beide Vereine unterstützen die Verwaltung auch bei der Suche nach einem Standort zur Errichtung eines Taubenschlags und haben dafür schon einige Standorte vorschlagen. Die Verwaltung hat eine Vielzahl davon bereits auf erforderliche bauplanungs-, bauordnungs- und gefahrenabwehrrechtlichen Voraussetzungen geprüft. Bislang konnte aber noch kein Standort die notwendigen, rechtlichen Bedingungen erfüllen. In der engen Zusammenarbeit mit einem weiteren Tierschutzverein sieht die Verwaltung einen großen Gewinn, um die Taubenpopulation in der Stadt künftig zu kontrollieren und zu verkleinern. Der neue Verein hat bereits viele Mitglieder, die sich aktiv in die Fütterungs- und Verlagerungsmaßnahme der Tiere einbringen wollen. Fürs Futter benötigt der Verein monatlich rund 400 Euro, die unter anderem durch Spenden und Werbemaßnahmen eingenommen werden sollen.
Die Verwaltung unterstützt den Verein durch gesonderte Berechtigungen und logistische Mittel, wie etwa die Einlagerung des Futters. Dem Vorstand ist klar, dass die Stadt aufgrund ihrer prekären Haushaltssituation dem Verein keine finanziellen Mittel zur Verfügung stellen kann. Die Mitglieder der Friedensfedern planen neben den Fütterungen auch Aufklärungskampagnen über Tauben. Dazu soll es auch ein Projekt an Schulen geben.