Besonders aufmerksam verfolgt die Polizei die Entwicklung bei Wohnungseinbrüchen „Kriminalität verändert sich“

Kreis · Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Wohnungseinbrüche gestiegen. Es gab weniger Fälle von Körperverletzung. Die Polizei will ihre Strategien zur Kriminalitätsbekämpfung anpassen und den Menschen ein hohes Maß an Sicherheit bieten.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in 2025 gestiegen; dies wirke sich auch negativ auf das Sicherheitsgefühl der Menschen aus, sagt die Polizei.

Foto: Polizei / Jochen Tack

Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demzufolge ist die Gesamtzahl der registrierten Straftaten leicht gestiegen: 2025 registrierte die Polizei im Kreis Mettmann insgesamt 32.220 Straftaten - das sind 728 Fälle beziehungsweise 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig ging die Aufklärungsquote von 54,31 Prozent auf 51,73 Prozent zurück.

Trotz dieser Entwicklung bleibt die sogenannte Kriminalitätshäufigkeitszahl weiterhin unter dem Landesdurchschnitt: Sie liegt in Mettmann bei 6.563 - für das Land NRW liegt sie bei 7.542. „Damit ist das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, im Kreis Mettmann nach wie vor geringer als in vielen anderen Teilen des Landes“, sagt Landrätin Dr. Bettina Warnecke. Zu den Treibern der steigenden Fallzahlen im Kreis Mettmann zählen insbesondere Delikte der leichten und mittleren Kriminalität, wie zum Beispiel Diebstahls- und Betrugsdelikte (plus 1.207 Fälle). Währenddessen gingen die Zahlen bei den Delikten, die erfahrungsgemäß das Sicherheitsgefühl bei den Bürgerinnen und Bürgern beeinträchtigen, mitunter deutlich zurück: So registrierte die Polizei weniger Sexualdelikte (minus 16 Prozent) und sexuelle Belästigungen (minus 20 Prozent). Auch die Anzahl der Körperverletzungsdelikte ist leicht gesunken (minus 2 Prozent). „Das subjektive Sicherheitsempfinden lässt sich nicht alleine anhand von Kriminalstatistiken messen“, sagt der Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde Mettmann Holger Schepanski.

Besonders aufmerksam verfolgt die Polizei die Entwicklung bei Wohnungseinbrüchen. Hier stiegen die Fallzahlen zuletzt von 779 auf 1.002 Fälle. „Wohnungseinbruch ist ein Delikt, das das Sicherheitsgefühl der Menschen besonders stark berührt“, erklärt der Leiter der Direktion Kriminalität Jan Mertin. „Deshalb haben wir unsere Maßnahmen jetzt noch einmal ausgeweitet.“ Eine deutlich positive Entwicklung zeigt sich hingegen bei Betrugsdelikten zum Nachteil von Seniorinnen und Senioren. Hier halbierte sich die Zahl der registrierten Fälle von 1.762 auf 928 - ein Rückgang von knapp 53 Prozent.

Trotz des Rückgangs bleibt der verursachte Schaden weiterhin hoch. Deshalb wird die Polizei ihre Präventionskampagnen und Ermittlungsmaßnahmen in diesem Bereich konsequent fortsetzen. Auch insgesamt richtet die Polizei ihren Fokus verstärkt auf kriminalitätsbelastete Bereiche, moderne Analyseinstrumente sowie eine enge Zusammenarbeit mit anderen Sicherheitsbehörden. „Kriminalität verändert sich ständig - und wir passen unsere Strategien kontinuierlich an. Unser Anspruch ist es, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Täterinnen und Täter konsequent zu verfolgen und den Menschen im Kreis Mettmann ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten“, erklärt Abteilungsleiter Holger Schepanski.