Nach jüngsten Ausführungen der Verwaltung und der Haushaltseinbringung in der jüngsten Ratssitzung äußert die CDU Mettmann in einer Pressemitteilung die Sorge, dass der Sanierungsstau mit dem neuesten Plan der Verwaltung nicht aufzulösen sei. Bürgermeister Bär habe betont, dass der zeitliche Ablauf von Investitionen gestreckt werden solle. Benedikt Wacker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des CDU-Stadtverbandes, kritisiert: „Wir müssen feststellen, dass Investitionen bewusst verzögert werden sollen und die Verwaltung somit keine Dringlichkeit sieht, städtische und schulische Infrastruktur aufzubauen und zu verbessern.“ Tim Wachten, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, ergänzt: „Eine zeitliche Streckung der Investitionen verschiebt die zu stemmenden Aufwendungen nur in die Zukunft, in der Baukosten und Zinsen weiter steigen werden.“
Die CDU Mettmann sieht nach wie vor die Notwendigkeit für einen Schulneubau, eine Sanierung bestehender Gebäude sei hingegen nicht sinnvoll, denn dabei bestünde die Gefahr, dass umfangreiche Investitionen in alte Bausubstanz zu einem „Fass ohne Boden“ werden. Der kontinuierliche Sanierungsbedarf würde auch nach Abschluss der Maßnahmen dauerhaft hohe Kosten verursachen. „Ein geplanter Neubau Am Pfennig hingegen wertet nicht nur dieses Grundstück auf, sondern durch die frei werdenden Immobilien auch jenes am Borner Weg“, so Tim Wachten. Angesichts der angespannten Haushaltslage sei eine Mittelverwendung für stetige Sanierungen nicht verantwortbar, zumal neben zusätzlichen Verwaltungskosten vor allem deutlich höhere Baupreise in der Zukunft drohen würden. Ein zügiger Neubau hingegen stärke die langfristige Werthaltigkeit der städtischen Infrastruktur und stelle eine nachhaltige Investition in die Bildungsqualität dar sowie die Attraktivität des Standorts Mettmann sicher.
Oberste Priorität müsse Qualität des Unterrichts sowie Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler haben. Es sei auch aus pädagogischer Sicht fragwürdig, ob unter den Bedingungen einer baulichen Erweiterung im laufenden Schulbetrieb eine angemessene Lernatmosphäre gewährleistet werden könne.
„Die CDU Mettmann setzt sich daher für einen echten „Bauturbo“ ein, sowohl auf der Baustelle als auch in den Verwaltungsprozessen“, so Benedikt Wacker. „Die Stadt muss endlich spürbar vorankommen und zeigen, dass Politik und Verwaltung entschlossen handeln.“ Den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern ist nicht zuzumuten, dringend notwendige Investitionen weiter hinauszuzögern, um in einigen Jahren deutlich höhere Kosten tragen zu müssen. Tim Wachten stellt dazu klar: „Das ist eben nicht generationengerecht, deshalb wollen wir jetzt handeln – ohne Umwege.“