Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 in den Rat eingebracht Große Herausforderungen

Mettmann · Am Dienstagabend hat Bürgermeister André Bär gemeinsam mit Kämmerin Veronika Traumann den Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 in den Rat eingebracht. Gleichzeitig wurde dem Rat ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept vorgelegt.

Sieht die kommenden Jahre von schwierigen Entscheidungen geprägt: Bürgermeister André Bär.

Foto: Kreisstadt Mettmann

Bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs 2026 im Rahmen der jüngsten Sitzung des Stadtrats machte Bürgermeister André Bär deutlich, dass die kommenden Jahre von schwierigen Entscheidungen geprägt sein werden: „Gemeinsam mit der Politik müssen wir alle Konsolidierungsmaßnahmen sorgfältig abwägen und prüfen, um einen realistischen und tragfähigen Weg zum Haushaltsausgleich zu entwickeln.“

Der Haushaltsplan 2026 weist ein Defizit von 19,5 Millionen Euro auf. Den geplanten Erträgen in Höhe von 159 Millionen Euro stehen Aufwendungen von 178,5 Millionen Euro gegenüber.

Besonders deutlich zeigt sich der finanzielle Druck bei den Ausgaben. Die Personalaufwendungen steigen um rund 4,2 Millionen Euro auf 52 Millionen Euro. Die Gründe dafür liegen in der Berücksichtigung von Tarif- und Besoldungserhöhungen, der vorgeschriebenen Erhöhung der Jahressonderzahlungen der Tarifbeschäftigten auf 85 Prozent, in 2025 neu eingerichteten Stellen, die nun volle Aufwandswirksamkeit entfalten und die individuelle Anpassung vakanter Stellen.

Die Sozialausgaben erhöhen sich um knapp 9 Millionen Euro. Zudem steigt die Kreisumlage um 3,4 Millionen Euro auf nunmehr 29 Millionen Euro. Kämmerin Veronika Traumann erwartet auch mittelfristig keine grundlegende Verbesserung der Situation: „Die Ergebnisplanung der kommenden Jahre weist weiterhin strukturelle Defizite aus.“ Die Stadt stehe vor großen Herausforderungen, so Bürgermeister André Bär. „Wir müssen in unsere Bildungseinrichtungen investieren, in den Brandschutz, in die Digitalisierung und in eine moderne Infrastruktur. Diese Investitionen sind kein Luxus – sie sind notwendig, um unsere Stadt zukunftsfähig zu halten. Wer heute nicht investiert, zahlt morgen einen deutlich höheren Preis – sei es durch Sanierungsstau oder Standortnachteile.“

Ohne Steuererhöhungen könnten diese notwendigen Investitionen nicht gestemmt und ein Haushaltsausgleich bis 2036 nicht dargestellt werden. Die Grundsteuer B soll in 2027, in 2031 und 2033 jeweils um 300-Prozentpunkte angehoben werden. Die Gewerbesteuer soll unverändert bleiben.

Weitere Informationen zum Haushaltsentwurf 2026, die Haushaltsrede von Bürgermeister André Bär sowie die Präsentation von Kämmerin Veronika Traumann gibt es auf der städtischen Homepage: www.mettmann.de.