Lesewoche am HHG Literatur aktiv

Mettmann · Die erste Lesewoche im HHG hatte es in sich. Unter dem Titel "Fremd sein" setzten die Schüler zahlreiche Projekte um.

 Die Schüler der Klasse9b haben markante Szenen aus Julia Thurms Buch ‚Der Moment, der alles änderte‘ verfilmt.

Die Schüler der Klasse9b haben markante Szenen aus Julia Thurms Buch ‚Der Moment, der alles änderte‘ verfilmt.

Foto: RG

Die Idee zur Lesewoche brachte Schulleiter Hanno Grannemann, der selbst Deutsch unterrichtet, von seiner alten Schule mit nach Mettmann. Gemeinsam mit den Kollegen Anne Verfürth und Jörg Dohlen bereitete er das Projekt vor. Nach einem passenden Thema mussten sie nicht lange suchen. Neben dem Heinrich-Heine-Gymnasium entsteht gerade eine neue Flüchtlingsunterkunft und elf Schüler besuchen am HHG eine Seiteneinsteigerklasse. "Fremd sein" bedeutet viel mehr, als aus einem anderen Land zu kommen, wie die einzelnen Projekte der Klassen eindrucksvoll zeigten. Welches Buch die Schüler im Deutschunterricht lesen, um daraus ein Projekt umsetzen, konnten sie wählen.

Die Klasse 9b entschied sich für "Der Moment, der alles änderte" von Julia Thurm. Die markantesten Szenen mit Hauptfigur Katie haben die Schüler verfilmt. Drei bis vier Schulstunden Zeit haben die Schüler dafür investiert. Wie die Schüler das Thema in der Lesewoche in den Pausen präsentieren, war ihnen frei gestellt. Von den fünften Klassen gab es Gedichte zum Thema, in den sechsten Klassen entstanden Hörspiele und Bildergeschichten, die Klasse 7c von Jörg Feldmeier drehte einen Trailer zu Erebos, von Ursula Poznanski. In jedem Jahrgang entstanden unterschiedliche Präsentationen, unter den auch Lesetagebücher waren. Dabei waren der Kreativität und den Ideen für die jeweiligen Textprojekte kaum Grenzen gesetzt. Der Deutsch-Leistungskurs der Q2 entschied sich für ein Audio-Projekt, in dem "Was ist fremd sein" ausarbeitet wurde. Eine ganze Woche lang konnten die Schüler in den Pausen die Projekte der unterschiedlichen Klassen erleben. Ausnahmsweise blieben dafür die Klassen auch in der großen Pause offen.

Die Lesewoche war ein voller Erfolg und soll künftig jährlich wiederholt werden. "Im nächsten Jahr könnte Heinrich Heine, der Namensgeber unserer Schule, Thema sein", verrät Hanno Grannemann seine Idee fürs kommende Jahr.

(Schaufenster Mettmann/RG)
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