Schnelles Internet in Mettmann Glasfaser: Fördertopf für Ausbau ist leer

Mettmann · Eigentlich sollte Glasfaser schon bald flächendecken in Mettmann zur Verfügung stehen. Doch ohne Fördermittel vom Bund geht es nicht weiter.

Das Projekt Digitalisierung stockt.

Das Projekt Digitalisierung stockt.

Foto: pixabay/Markus Jöckel / pixabay

Nachdem die Innenstadt und die Gewerbegebiete größtenteils mit Glasfaser versorgt sind, ist der Ausbau des Netzes in den Außenbereichen ins Stocken geraten. Dies gibt die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt. Die Mittel, die der Bund für die Glasfaser-Versorgung in ländlichen Bereichen zur Verfügung gestellt hat, sind demnach ausgeschöpft. Für die Außenbereiche einer Stadt wurde eine sogenannte „Grüne-Flecken-Förderung“ des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) bereitgestellt, damit Häuser und Höfe außerhalb der aktuellen Ausbaugebiete im Stadtkern zu lediglich 20 Prozent der anfallenden Kosten an das Glasfasernetz angeschlossen werden können.

Dafür musste die Stadt ein Beratungsunternehmen hinzuziehen. Diese Beratung wurde zu 100 Prozent vom BMDV gefördert. Der Auftrag für die Beratungsleistung wurde am 12. Dezember des vergangenen Jahres erteilt. In den folgenden Wochen wurden Anfragen an Telekommunikationsunternehmen gestellt und Gespräche geführt. Die Recherchen zum Glasfaserausbau sind so weit vorangeschritten, dass die Phase zur Angebotsabgabe für den Ausbau eröffnet werden könnte. Der Förderantrag für die 80-prozentige Kostenübernahme hätte im März 2024 erfolgen sollen.

Das, so die Stadt, sei aber leider nicht möglich, weil der Projektträger der Stadt mitgeteilt habe, dass der Fördertopf des Bundes nahezu leer ist. Im nächsten Aufruf zur Gigabitförderung 2.0 würden erst einmal Förderanträge der Städte berücksichtigt, deren letzter Fördermittelantrag abgelehnt worden war. Ob und wann Mettmann einen Förderantrag stellen könne, sei zurzeit noch ungewiss, teilt die Stadtverwaltung mit. Laut dem städtischen Beratungsunternehmen könne dies im Herbst 2024 möglich sein. Die Stadt sei jedenfalls bereit, Angebote für den weiteren Glasfaserausbau einzuholen und anschließend den Antrag auf Fördermittel zu stellen, sobald der Fördertopf wieder gefüllt ist.

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