1. Die Stadt

Mettmann ging für Demokratie auf die Straße.

Demo gegen Rechtsextremismus : 3000 Mettmanner wurden laut

Für den vergangenen Samstag hatte unter anderem der Integrationsrat zur Demonstration gegen Rechtsextremismus aufgerufen. Die Zahl der Teilnehmer, die sich auf dem Köngishofplatz versammelten, war beeindruckend.

(dir) Kühl war es und ungemütlich. Feiner Regen fiel. Dennoch: Gegen 12 Uhr drängelten sich die Menschen Protestschilder schwingend auf dem Königshofplatz, um ein Zeichen zu setzen, ein sichtbares und deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, für Demokratie, Toleranz und Pluralismus. So wie in jüngster Vergangenheit in vielen anderen großen und kleinen Städten in Deutschland auch.

Zur Demonstration aufgerufen hatten der Integrationsrat, das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage und die „Omas gegen rechts“. Rund 3000 Menschen nahmen laut Schätzungen der Polizei teil. Mit Plakaten in den Händen, in regenfester Kleidung hörten sie die  Kundgebungen unter anderen von Dagmar Pape vom Integrationsrat und einer Vertreterin der „Omas gegen rechts“.

Auch Bürgermeisterin Sandra Pietschmann richtete das Wort an die Demonstranten. Jetzt, erklärte sie, sei der Zeitpunkt sehr genau hinzuschauen, was sich in unseren Reihen eingeschlichen habe: „Rechtsextremistische Parolen werden salonfähig, antisemitische Äußerungen finden sich in vielen Ecken, Hakenkreuze am Wegesrand und Rassismus ist allgegenwärtig in unserem Alltag.  Dagegen, liebe Mettmannerinnen und Mettmanner, dagegen stehen wir auf und werden laut!“ Nach der Kundgebung begaben sich die Teilnehmer auf einen Zug durch die Innenstadt. Er war lang und laut.