Was passiert mit dem „Haus der Begegnung“ in Mettmann „Das macht uns Hoffnung“

Mettmann · Gibt es eine Möglichkeit, das Haus der Begegnung in Mettmann Süd zu halten? Eine 20-köpfige Gruppe arbeitet derzeit an einem tragfähigen Konzept. Anlass zum Optimismus gibt es durchaus.

Kämpfen für den Erhalt des Hauses der Begegnung: Robert Güde (links) und Helmut Naaf.

Foto: D. Herrmann

Mit einer solchen Resonanz hatten die Initiatoren selbst nicht gerechnet: Rund 80 Menschen kamen unlängst ins Haus der Begegnung am Vogelskamp 120, um darüber zu beraten, ob und wie es mit der Einrichtung weitergehen könnte. Eingeladen hatten Robert Güde (stellvertretender Vorsitzender des Seniorenrates), Helmut Naaf (Ehrenamtler in der Kirche und Organisator des Begegnungscafés), Markus Diehl (Bewohner in Mettmann-Süd und Mitglied im Presbyterium der evangelischen Kirche) und Johannes Leuer (Ansprechpartner des Nicht-Intakt-Reparatur-Treffs). Nachdem die evangelische Kirchengemeinde den Nutzungsvertrag mit der Caritas zum Ende des Jahres hatte auslaufen lassen, ging es darum auszuloten, ob der für den Stadtteil so wichtige Treffpunkt doch noch weiterbetrieben werden kann.

„Dass so viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind, zeigt, wie groß das Interesse an diesem Thema ist und das macht uns Hoffnung“, sagt Helmut Naaf. Viele Ideen kamen bei dem Treffen zur Sprache. Mittlerweile hat sich eine 20-köpfige Gruppe gebildet, die sich mit den Vorschlägen näher befasst und ein tragfähiges Konzept zum Weiterbetrieb des Hauses entwickeln möchte. Als grobes Vorbild dient dabei das Johanneshaus an der Düsseldorfer Straße. Sprich: Es müsste ein Trägerverein gegründet werden. Und dann bräuchte es einen Ankermieter, wie im Johanneshaus die St. Sebastianus Schützenbruderschaft. „Auch eine zum Teil gewerbliche Nutzung wäre denkbar“, so Helmut Naaf.

So eigneten sich bestimmte Räumlichkeiten beispielsweise gut für den Betrieb einer Physiotherapie-Praxis. Ebenfalls im Gespräch: Vermietung für Veranstaltungen, Familienfeste etwa. Auch das funktioniert im Johanneshaus. Ende dieses Monats kommt die Gruppe erneut zusammen, um die Planungen konkreter zu gestalten. Sollte daraus ein umsetzbares Konzept entstehen, dann hat die Evangelische Kirchengemeinde bereits ihr Entgegenkommen signalisiert. Tatsächlich gebe es kein Interesse seitens der Kirchengemeinde, das Gebäude abzureißen, betont Helmut Naaf.

Aber: Es gebe die Vorgabe für die Gemeinde, alle ihre Gebäude bis 2035 energieneutral zu betreiben und da würde nun genau geschaut, was finanzierbar sei und was nicht. Mittlerweile, sagt Robert Güde, habe das Thema auch Politik und Verwaltung erreicht und auch das macht den Menschen, die für den Erhalt kämpfen, Mut. „Wir hoffen natürlich, dass am Ende ein für alle akzeptables Arrangement steht. Falls es nicht klappen sollte, wäre das sehr schade. Dann gäbe es hier in Süd praktisch gar keinen vergleichbaren Treffpunkt mehr.“

Info: Wer seine Ideen für den Erhalt der Einrichtung einbringen möchte, ist herzlich zum Treffen der Gruppe Ende Februar eingeladen. Anmeldung per E-Mail bei Robert Güde: reg.mettmann@gmail.com.

(dir)