Mitmach-Zirkus der Caritas Man nehme…

Mettmann · ...sieben Nationen und erhalte Vielfalt. So ähnlich könnte das Konzept der Zirkusferien lauten, die die Caritas im Kreis Mettmann in den Osterferien in Mettmann bot.

 Zugabe! Zum Abschluss der Aufführung präsentierten sich die jungen Jongleure und Artisten noch einmal alle gemeinsam.

Zugabe! Zum Abschluss der Aufführung präsentierten sich die jungen Jongleure und Artisten noch einmal alle gemeinsam.

Foto: RG

Vier Tage lang trainierten 25 Kinder und Heranwachsende im Rahmen des Projekts 'Vielfalt - Viel wert‘ in Zusammenarbeit mit dem Mitmach-Zirkus Düsseldorf wie man jongliert, balanciert und Akrobatik am Trapez ausübt. "Jeder sucht sich für das Training einen anderen Partner, als den, mit dem er hergekommen ist", erklärt Heiko Richartz, der das Projekt leitet, die Regeln. Im Projekt lernen die Teilnehmer respektvolles Miteinander in einer Gesellschaft vieler Kulturen beim Zusammentreffen verschiedener Lebensstile.

Die angehenden Zirkuskünstler kommen aus Deutschland und sechs anderen Nationen. Sie verbringen die Tage mit Training, zwischendurch wird gegessen und auch das gemeinsame Lachen kommt nicht zu kurz. Auch die Pausen bieten Raum für neue Erfahrungen, denn die mitgebrachten Speisen sind international und so gibt es jeden Tag ein 'Was ist das denn?-Wie schmeckt das?‘-Erlebnis. Viele von ihnen haben noch nie einen Zirkus von innen gesehen, aber nun stehen sie am Ende der Woche im Rampenlicht.

Sie lernen unter Anleitung von Olaf Schmeißer vom Mitmach-Zirkus Düsseldorf, mit Bällen oder dem Diavolo zu jonglieren, Einrad auch über Wippen hinweg zu fahren und gleichzeitig noch zu jonglieren. Sie erproben sich gemeinsam am Trapez, balancieren über Rollen, Gymnastikbälle, Barren und Seile. Auch Hula Hoop haben Jungen und Mädchen gleichermaßen 'schnell drauf‘ und gleichzeitig damit zu tanzen ist am Ende der Woche auch kein Problem mehr. Das alles, obwohl sie sich untereinander nicht alle perfekt mit Worten verständigen können. Aber hier geht es ja auch viel mehr um körperliche Geschicklichkeit und beim Training reichen auch schon einmal Gesten und Handzeichen mit Blickkontakt.

Am Freitag ist dann der große Tag. Am frühen Nachmittag sind Eltern, Verwandte und Freunde zur großen Zirkusvorführung in die Turnhalle der Otfried-Preußler-Schule eingeladen. Zu Beginn der Vorstellung erinnert Heiko Richartz noch einmal an das Wichtigste, was alle in dieser Woche gelernt haben "Wenn etwas beim Auftritt nicht klappt, was tun wir dann? Wir klatschen und rufen laut 'noch einmal‘, um uns gegenseitig Mut zu machen."

Was das Publikum dann erwartet, kann sich wirklich sehen lassen. Auf dem Einrad und mit dem Hula Hoop Reifen scheinen alle gleich versiert, in den Einzelvorstellungen zeigen sie dann, wie gut sie jonglieren, auf dem Seil tanzen oder zu zweit am Trapez agieren können. Wie man auf einer Rolle läuft und von dort auf einen großen Ball umsteigt, um nahtlos weiterzulaufen, machen sie dem erstaunten Publikum auch noch vor. Wenn sie den anwesenden Erwachsenen eins gezeigt haben, dann sicher, wie gut man in kurzer Zeit zu einem Team zusammenwächst und kleine Höchstleistungen vollbringen kann.

Auch die schönste Ferienwoche geht einmal zu Ende. Was die jungen Zirkusdarsteller wohl neben der Vielfalt, die viel Wert ist, vor allem hatten, war: Viel Spaß.

(Schaufenster Mettmann/RG)
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