Aule Mettmanner möchten Lichtspielhaus reanimieren: „Das Königshof-Theater fasziniert auch heute noch“

Aule Mettmanner möchten Lichtspielhaus reanimieren : „Das Königshof-Theater fasziniert auch heute noch“

Im Zuge der Diskussionen um den Erhalt der Stadthalle fällt immer wieder der Name des altehrwürdigen Königsof-Theaters auf der Poststraße als möglicher Ersatz. Nun haben die Aulen Mettmanner den Erhalt des imposanten Theaters angeregt.

„Mit dem Königshof-Theater besitzt unsere Stadt ein eindruckvoll gestaltetes Theater und Lichtspielhaus“, so Friedel Liesenkloß, der Vorsitzende des Mettmanner Heimatvereins. „Im Stil der 50er Jahre zu einem der bedeutendsten und schönsten Häuser gebaut, besticht und fasziniert es auch über 30 Jahre nach seiner Schließung durch seine außergewöhnliche Atmosphäre.“

Die Aulen schlagen vor, dass die Stadt Mettmann das Königshof-Theater als Kultur- und Veranstaltungshalle erhalten möge. „Um den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden, regen wir an, dass die Stadt das Nachbargrundstück an der Poststraße erwirbt und eine Mehrzweckhalle mit variablen Veranstaltungsräumen, Stadtbibliothek und Parkmöglichkeiten für Behinderte an das vorhandene Gebäude anbaut.“

Auch über die Parkplatzsituation haben sich die Mettmanner Heimatfreunde Gedanken gemacht. „Für die übrigen Parkplätze müsste das mit über 500 Plätzen geplante Parkhaus benutzt werden (evtl. mit Shuttle-Dienst)“, so Liesenkloß. „Es wäre dann möglich, beide Objekte gemeinsam zu verwalten, zu versorgen und zu managen.“ So könne die Finanzierung laut Liesenkloß durch die Veräußerung der Stadthallen-Immobilie erfolgen. „Möglicherweise wäre auch eine Kooperation mit der Stadt Wülfrath möglich, z.B. durch ein gemeinsames Kulturprogramm“, sagt Liesenkloß.

Margarete Papenhoff, deren Familie die Immobilie gehört, ist für den Vorschlag offen. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn das Königshof-Theater erhalten würde“, sagt die Kinobetreiberin, die bis vor wenigen Jahren das Weltspiegel-Kino auf der Düsseldorfer Straße gemeinsam mit ihrer Schwester betrieben hat. Sie ist sich jedoch bewusst, dass kräftig investiert werden müsste. „Immerhin steht das Theater seit über 30 Jahren leer. Wir haben es zwar gepflegt und beheizt, doch das Gebäude müsste moderne Ansprüche und Sicherheitsauflagen angepasst werden.“ Papenhoff würde das Theater verkaufen, denn „wir werden es in keinem Fall selbst betreiben.“

Friedel Liesenkloß von den Aulen Mettmannern nimmt diesen Ball gerne auf. „Bei den betroffenen Grundstückseigentümern stießen wir auf positive Resonanz. Sie baten um eine objektive Prüfung der Grundstücksangelegenheiten.“ Er ist sich sicher, dass sich durch das Königshof-Theater die oft beschriebenen Probleme zur Stadthallensituation lösen lassen könnten. „Zudem würde eine solche Planung auch zur Belebung der Poststraße beitragen.“

Doch er bleibt Realist. „Uns ist klar, dass zu unserem Bürgerantrag viele Probleme zu klären und zu lösen sind, wir denken aber, es ist der Mühe wert. Wir verstehen uns nicht nur als Heimatvereinigung, sondern auch sehr verstärkt als Bürgervereinigung, deshalb sind wir sowohl an der Erhaltung der Immobilie Königshof-Theater als auch an einem erfolgversprechenden Veranstaltungsort für unsere Mettmanner Bürger interessiert.“

(FF)
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