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Änderungen bei Mettmann-Sport: Zwei Schritte nach vorn

Änderungen bei Mettmann-Sport : Zwei Schritte nach vorn

Mit einer neuen Satzung möchte der Verein me-sport den gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre Rechnung tragen und zugleich handlungsfähiger werden. Am Freitag entscheidet die Mitgliederversammlung darüber, ob das Regelwerk in Kraft tritt.

Mettmanns größter Sportverein me-sport rüstet sich für die Zukunft. Mit einer neuen Satzung sollen Strukturen und Abläufe optimiert werden. Darüber hinaus war es den Verantwortlichen ein Anliegen, in einer ausführlichen Präambel darzulegen, für welche Werte der Verein einsteht.

„Wir reagieren damit auch auf die gesellschaftlichen Veränderungen in den letzten Jahren“, sagt Sandra Pietschmann, Geschäftsführerin von me-sport, „wir wollen bei wichtigen Themen eine klare Haltung einnehmen und deutlich machen, dass bestimmte Dinge wie beispielsweise Rassismus und Diskriminierung in unserem Verein nichts zu suchen haben.“ Viele Wochen hat sich eine eigens zu diesem Zweck gebildete, aus zehn Leuten bestehende Projektgruppe mit der Neufassung der Satzung beschäftigt. Auch rechtliche Fragen, etwa bei Themen wie Datenschutz und Haftung, spielten ein wichtige Rolle. Das Ergebnis sieht nun umfassende Veränderungen in der Vereinsstruktur vor: So sollen fortan operatives Geschäft und Aufsicht  klar voneinander getrennt werden, ersteres übernimmt ein hauptamtlicher Vorstand mit maximal drei Mitgliedern, während ein ehrenamtliches Präsidium, bestehend aus höchstens 11 Mitgliedern, sich um Grundsatzfragen und Kontrolle kümmert.

Darüber hinaus soll es künftig statt einer Mitglieder-  eine Delegiertenversammlung geben, bestehend aus Vertreten der einzelnen Abteilungen. Die Anzahl der Delegierten bemisst sich an der Größe der Abteilungen. „Mit der Einrichtung einer Delegiertenversammlung reduzieren wir das Risiko, dass Einzelinteressen eine zu große Gewichtung bekommen“, erläutert Wilma Rohde von me-sport,  „außerdem wird so eine Vereinsübernahme durch dritte Gruppierungen praktisch ausgeschlossen.“ Die bisherigen Fachbereiche werden zu drei Bereichen zusammenfasst –  Bereich 1: Kinder inkl. OGS/ Tanzen/ Schwimmen lernen; Bereich 2: Breitensport/ gesund&fit/ Senioren; Bereich 3: me-sport Studio. Auch hier ist also Verschlankung und Effizienz das Gebot der Stunde. Weitere Veränderungen sind unter anderem: der Vereinszweck „Brauchtum“ entfällt; die Aufnahme in den Verein kann auch online erfolgen.

Nächsten Freitag stimmt die  Mitgliederversammlung über die neue Satzung ab, die bei positivem Entscheid (mindestens zwei Drittel der Anwesenden) am 1. April 2021 in Kraft treten soll. Sandra Pietschmann geht von breiter Zustimmung aus. Die bisherige Resonanz aus den Abteilungen, sagt sie, sei sehr ermutigend, „alle sehen das als den richtigen Weg in die Zukunft an. Ich glaube, wir gehen mit dieser Satzung nicht nur einen, sondern gleich zwei Schritte nach vorn.“

(dir)