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Bisher 16 Antragsteller für Hilfsfond: Von der Brille bis zum Tablet

Bisher 16 Antragsteller für Hilfsfond : Von der Brille bis zum Tablet

Die Evangelische Kirche Mettmann hat vor rund drei Wochen einen Fonds eingerichtet, um Menschen die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind, zu helfen. Bislang gab es insgesamt 16 Antragsteller.

Vor knapp drei Wochen wurde das 1. Mal öffentlich über die Einrichtung des Fonds berichtet, der Menschen bei der Bewältigung finanzieller Notlagen helfen möchte. Insbesondere soll da Unterstützung geleistet werden, wo bereits ohne „Corona“ ein Auskommen mit dem Einkommen nur schwer möglich ist. So wie die verstorbene Stifterin, Bäuerin Maria Nenninghoven, es einst gedacht hat. Die Pandemie hat in vielen Fällen die wirtschaftliche Not verschärft. Nun ziehen die Verantwortlichen eine erste Bilanz: So seien bereits am Folgetag der Veröffentlichung in der Presse fünf Anliegen mit der Bitte um Hilfestellung an die Initiatoren der Aktion herangetragen worden. Bis letzten Mittwoch habe es per Mail oder Telefonat insgesamt 16 Antragsteller_innen gegeben, von denen bereits neun eine positive Antwort von „mariahilft21“ erhalten haben.

Die Themen oder die anzuschaffenden Dinge, für die die Mittel fehlen, seien vielfältig und reichten von der Brille, über den Kinderwagen und das Tablet für den Online-Lehrgang bis zur Waschmaschine. Manche Wünsche seien bescheiden, manche ein wenig zu anspruchsvoll, um sie komplett zu erfüllen. So müsse es beispielsweise nicht ein neuer Kinderwagen sein, und wenn notwendige Dinge im „Kaufhaus der Mettmanner“ in einwandfreiem Zustand zu haben seien, so würden diese Preise zugrunde gelegt. Niemand solle gezwungen werden, dort einzukaufen, aber der Secondhandmarkt sei bei den Entscheidungen im Blick. Inzwischen seien wahrscheinlich alle in Mettmann in der Sozialen Arbeit Tätigen über den Fonds informiert. Hier ergebe sich eine gute Zusammenarbeit, denn die Anträge seien umfassend begründet und die finanzielle Situation der zu unterstützenden Personen sei bereits von einem Fachmenschen beurteilt worden.

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Für „mariahilft21“ seien es die einfachen Fälle, bei denen es auch zu schnellen Ergebnissen bei den vier Entscheiderinnen komme. Bei der Umsetzung des Projektes werde deutlich, wie schwer zu definieren sei, wer in unserer Gesellschaft „arm“ oder „bedürftig“ ist. Die Sozialwissenschaft fülle den Armutsbegriff, aber was, fragen die Verantwortlichen des Hilfsfonds, bedeuten diese Zahlen und Fakten im Alltag?