Bis zum 6. August Abstimmung für Heimatpreis noch möglich

Mettmann · Wer soll in diesem Jahr mit dem Heimatpreis ausgezeichnet werden? Dafür wurden sechs Organisationen und Vereine nominiert. Noch bis einschließlich 6. August können die Bürgerinnen und Bürger für ihren Favoriten stimmen.

Das Rathaus in Mettmann.

Foto: D. Herrmann

Der Vorschlag mit den meisten Stimmen wird dem Rat als Preisträger empfohlen. Die endgültige Entscheidung erfolgt aus formalen, förderrechtlichen Gründen durch einen Beschluss des Rates am 13. Oktober 2026. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro wird komplett durch das Land NRW finanziert. Das sind die Nominierten.

Freizeitwerkstatt Mettmann

Die Freizeitwerkstatt Mettmann ist seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt. Ehrenamtliche Handwerker engagieren sich nach dem Motto „Mit Kindern für Kinder“ in Schulen, Kitas und bei Veranstaltungen. In den Vorschlägen heißt es: „Mit großem handwerklichem Können und pädagogischem Geschick“ führen sie Mitmachaktionen durch, fertigen Spielgeräte und Holzarbeiten an und unterstützen Einrichtungen sowie städtische Feste. Dabei fördern sie Kreativität, praktische Fähigkeiten und gemeinschaftliches Lernen. Das langjährige ehrenamtliche Engagement trägt wesentlich zur Förderung von Kindern und zur Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders in Mettmann bei.

Goldberger Mühle

Die Goldberger Mühle ist eines der ältesten Gebäude Mettmanns und wurde erstmals vor über 575 Jahren urkundlich erwähnt. Der Verein hat die Restaurierung übernommen und bewahrt das Baudenkmal als kulturellen und gesellschaftlichen Ort.

Mit Mahlwerk, historischem Backofen und regelmäßigen Veranstaltungen wie dem Tag des offenen Denkmals, Trauungen, Konzerten und Lesungen ist die Mühle ein identitätsstiftender Ort für die Stadt. Trotz hoher finanzieller Belastungen setzt sich der Verein weiterhin für den Erhalt und die Weiterentwicklung des historischen Gebäudes ein.

Die Tafel Mettmann

Die Tafel Mettmann unterstützt regelmäßig über 800 Bürgerinnen und Bürger mit Lebensmitteln und ist damit eine wichtige Säule der sozialen Versorgung in der Stadt. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten gewinnt ihre Arbeit zunehmend an Bedeutung. In den Vorschlägen wird die Arbeit der Tafel als „unverzichtbar“ hervorgehoben und als „tolle Unterstützung für Menschen“ gelobt.

Neben der Unterstützung einkommensschwacher Haushalte trägt die Tafel zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung bei, indem überschüssige Waren gesammelt und weitergegeben werden. Die Arbeit wird durch ein großes ehrenamtliches Engagement getragen. Zahlreiche Helferinnen und Helfer setzen sich kontinuierlich für das Gemeinwohl ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag für das soziale Miteinander in Mettmann.

Team 24/12

Das Team 24/12 organisiert seit über 20 Jahren die „Weihnachtsfeier für Alleinstehende“ und richtet sich insbesondere an ältere Menschen, die sozial wenig eingebunden sind.Die Veranstaltung bietet diesen an Heiligabend Gemeinschaft, Austausch und ein Gefühl von Zugehörigkeit. Die Initiative geht auf das Jahr 2002 zurück und wird seitdem vollständig ehrenamtlich getragen. Das Team arbeitet dabei eigenständig und zeigt dabei ein hohes Maß an Kontinuität und Engagement. Mit seinem Einsatz leistet das Team 24/12 einen wichtigen Beitrag gegen Einsamkeit und stärkt das soziale Miteinander in Mettmann.

Marketing-Arbeitskreis Neanderthal-Stadt

Der Marketing-Arbeitskreis Neanderthal-Stadt engagiert sich seit 1994 ehrenamtlich für die Entwicklung und Umsetzung prägender Projekte im öffentlichen Raum. Zu seinen zentralen Initiativen zählen der Evolutionspfad, die „Sprechende Stadt“ sowie die „Erinneringe“ auf dem Lavalplatz. Insbesondere die „Erinneringe“ leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Identitätsstiftung und zum Geschichtsbewusstsein in Mettmann.

Als fortlaufend wachsendes Denkmal verbinden sie Bürgerbeteiligung, Erinnerungskultur und Kunst im öffentlichen Raum auf besondere Weise. Der Arbeitskreis stärkt damit das kulturelle Profil der Stadt und das Bewusstsein für ihre Geschichte.

Naturschutzverein Neandertal

Der Naturschutzverein Neandertal engagiert sich seit 1920 kontinuierlich für den Erhalt, die Pflege und Weiterentwicklung des Natur- und Kulturerbes im Neandertal. Das Angebot des Vereins umfasst insbesondere Vorträge und Führungen zu Natur, Geschichte und Kultur der Region.

Darüber hinaus beteiligt sich der Verein an praktischen Pflegemaßnahmen in Naturflächen sowie an kulturhistorischen Orten und unterstützt den Kreis Mettmann beim laufenden Betrieb des Eiszeitlichen Wildgeheges. Mit seinen Aktivitäten leistet der Verein einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung sowie zum Schutz von Landschaft, Tierwelt und historischer Substanz.