1. Die Stadt

Die weiterführenden Schulen in Mettmann vor der der beschlossenen Wiedereröffnung

Schulöffnung am 23. April : „Ich denke, das ist machbar“

Am 23. April sollen die Schulen in NRW für Abiturienten und Abschlussklässler wieder öffnen. In Mettmann betrifft das die Carl-Fuhlrott-Realschule und die beiden städtischen Gymnasien.

Viel Zeit, um den Neustart vorzubereiten, hatten die Verantwortlichen nicht. Eine Woche vor der Wiedereröffnung der weiterführenden Schulen besichtigten Vertreter der Stadt Mettmann sowohl die Carl-Fuhlrott-Realschule als auch das Konrad-Heresbach-Gymnasium und das Heinrich-Heine-Gymnasium, um zu besprechen und zu prüfen, ob die geforderten Hygienestandards und andere Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden können. Anschließend galt es die Räumlichkeiten so vorzubereiten, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern stets eingehalten werden kann.

Dazu wurden Bodenmarkierungen und zum Teil auch Flatterband angebracht. In nur wenigen Tagen mussten die Schulleiter ihre Institute für die Umsetzung der von der Landesregierung beschlossenen Maßnahme fit machen. Eine Herausforderung. In der Carl-Fuhlrott-Realschule werden rund 100 Schüler wieder zum Unterricht erscheinen, sie sollen in Kleingruppen von sechs bis sieben Jugendlichen unterrichtet werden. Im Gegensatz zu den Abiturienten ist die Präsenz für sie verpflichtend. Hygiene und die Einhaltung der Abstandsregeln sind entscheidende Faktoren beim Neustart.

Carsten Wallner, Rektor der Realschule, gibt sich zuversichtlich: „Ich denke, das ist machbar. Alle notwendigen Hygieneartikel sind vorhanden und die Stadt hat uns Nachschub versprochen. Wir gehen davon aus, dass es bei uns problemlos funktionieren wird. Was auf dem Weg zur Schule passiert, ist natürlich ein anderes Thema, da müssen wir auf die Vernunft der Schüler setzen.“ Deren Resonanz auf die Wiedereröffnung sei vornehmlich positiv ausgefallen, ebenso wie bei den Eltern und den Lehrern.

Auch das Heinrich-Heine-Gymnasium ist für den Neustart gewappnet. Rund 60 Abiturienten zählt das Institut in diesem Jahr und auch wenn es weiterhin keine Präsenzpflicht gibt, geht Schulleiter Hanno Grannemann doch davon aus, dass die allermeisten ab Donnerstag wieder in der Schule erscheinen. „Es spricht auch nichts dagegen“, versichert er, „wir sind gut vorbereitet.“ Von Seiten der Eltern habe es bislang keinerlei Einwände gegen den Neustart gegeben, im Gegenteil.

Auch die Schüler und Lehrer seien froh, dass es nun endlich weiter geht. Die Motivation bei allen Beteiligten ist hoch. „Wir haben Lehrer, die zu Risikogruppen gehören“, berichtet Hanno Grannemann, „aber auch die wollen unbedingt wieder zur Schule und den Schülern helfen.“ Neben Hygienemaßnahmen und Abstandsregel legt der Schulleiter den Abiturienten auch das Tragen einer Schutzmaske nahe. Eine solche kann, dank der Spende einer Schülermutter, auch zur Verfügung gestellt werden.

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Die nun verbleibende Zeit bis zum Abitur hält Hanno Grannemann für absolut ausreichend, um die Schüler angemessen auf die Prüfungen vorzubereiten. Zwar seien drei Wochen Unterricht ausgefallen, aber das könne man durch die nun anstehenden intensiven, gezielt auf die Prüfungsfächer abgestellten Einheiten in kleinen Gruppen wettmachen. Grannemann: „Ich bin nicht der Meinung, dass die Abiturienten durch die Situation bei den Prüfungen benachteiligt sind.“

(dir)