Mühlenfest mit Tag der offenen Tür an der Goldberger Mühle: Die Mettmanner lieben ihre Mühle

Mühlenfest mit Tag der offenen Tür an der Goldberger Mühle : Die Mettmanner lieben ihre Mühle

Im T-Shirt konnte man beim diesjährigen Mühlenfest zwar nicht in der Sonne sitzen, aber Reibekuchen und Bier schmeckten auch bei kühleren Temperaturen.

Das Mühlenfest in der Goldberger Mühle ist bei den Mettmannern äußerst beliebt, die Einwohner der Stadt lieben das architektonische Kleinod einfach. In der Mühle ist für jeden etwas dabei und wie in jedem Jahr war diesmal wieder der Königsteiner Backofen angeheizt, um 250 Brote und 100 Brötchen zu backen. Während die Brötchen vor Ort die Beilage zum Grillgut bildeten, waren die Brote zum Mitnehmen gedacht. Wer die Tradition kennt, kommt früh, denn am Nachmittag sind die Brote meist schon ausverkauft. „Bis heute Mittag waren schon rund 400 Menschen hier vor Ort“, freute sich dann auch Hans-Günther Kampen über das gut besuchte Fest.

Auch Mettmanns Kämmerin Veronika Traumann ließ es sich nicht nehmen, das Mühlenfest zu besuchen. Ebenso war Edwin Hommel unter den Gästen, der zu den „Aktiven Herren“ von Mettmann Sport gehört. Jedes Jahr im Herbst feiert die Gruppe samt Ehefrauen und Fahne ihr traditionelles Baumfest an der Goldberger Mühle, denn die drei Buchen auf der Wiese hinter der Mühle sind eine Spende von Mettmann Sport anlässlich eines Stadtjubiläums.

Zu einem Besuch in der Mühle gehört für die meisten Besucher auch die Besichtigung von Mühlrad, Mahlwerk und Königsteiner-Backofen, der zweimal im Jahr, zum Mühlenfest und zum Tag des offenen Denkmals zum Einsatz kommt. Wie die einst verfallene und abrissreife Mühle zu dem wurde, was sie heute ist, konnten die Festbesucher in einer Video-Animation bei Kaffee und Kuchen ansehen. 24 Kuchen sind in diesem Jahr für das Fest gespendet worden.

Daneben schmückte eine Ausstellung der Gruppe „Urban Sketchers“ (frei übersetzt Stadt-Skizzierer) aus Düsseldorf die Wände. Günter Sappelt, der sich seit einiger Zeit für den Mühlenverein engagiert, hatte Carsten Tiemessen von den Düsseldorfer Urban Sketchern während eines Malkurses kennengelernt und ihn und seine Mitstreiter nach Mettmann eingeladen. Hier haben sie neben Motiven in der Innenstadt auch die Goldberger Mühle skizziert. „Die Mühle auch für Ausstellungen zu nutzen, ist eine gute Idee“, fand auch Kampen und hatte gleich vor Ort die Gelegenheit, Kontakt zu einer Mettmanner Künstlerin zu knüpfen.

(RG)
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