Die Auswertung der Umfrage „Schulen in Mettmann – Was wünschen Familien?“ zeige ein differenziertes Bild der Mettmanner Schullandschaft, so Regina Lenz in ihrer Pressemitteilung zum Umfrageergebnis. Während die Grundschulen insgesamt überwiegend positiv bewertet worden seien, fielen die Rückmeldungen zu den weiterführenden Schulen demnach kritischer aus. Grundlage der Auswertung seien 684 vollständig ausgefüllte Fragebögen; berücksichtigt wurden 661 Datensätze von in Mettmann wohnenden Teilnehmenden. Im Grundschulbereich ergebe sich insgesamt ein positives Bild: Über 70 Prozent der einschlägig betroffenen Teilnehmenden seien mit dem Angebot an Grundschulen in Mettmann sehr zufrieden oder zufrieden. Gleichzeitig werde vor allem Verbesserungsbedarf bei verlässlichen und flexiblen Betreuungsangeboten gesehen. Besonders häufig genannt worden seien der offene Ganztag bis 16 Uhr, Ferienbetreuung und eine Über-Mittags-Betreuung bis 14 Uhr. Anders, nämlich kritischer, stelle sich die Meinung über die Situation bei den weiterführenden Schulen in der Umfrage dar. Besonders aussagekräftig sind dabei laut Regina Lenz die Gruppen, die bereits auf ein Angebot außerhalb Mettmanns ausweichen oder ausdrücklich eine andere beziehungsweise weitere Schule in Mettmann wünschen.
Diese beiden Gruppen umfassten zusammen 113 Teilnehmende. Inhaltlich werde vor allem der Wunsch nach einer weiteren Schulform, insbesondere einer Realschule oder einer vergleichbaren Alternative, deutlich. Hinzu kämen Hinweise auf Erreichbarkeit sowie bauliche und personelle Defizite. „Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich, dass es im Grundschulbereich vor allem um konkrete Verbesserungen bei Betreuung und Ausstattung geht, während bei den weiterführenden Schulen grundlegende strukturelle Fragen offen sind“, erklärt Dr. Regina Lenz. „Insbesondere der Wunsch nach einer stärker ausdifferenzierten Schullandschaft ist in der Umfrage klar erkennbar.“
Die Umfrage ersetze keine offizielle Schulentwicklungsplanung, aber sie liefere ein deutliches Signal aus der Elternschaft, meint Dr. Regina Lenz weiter. „Wenn über weitreichende schulpolitische Weichenstellungen entschieden wird, sollten die tatsächlichen Bedarfe der betroffenen Familien transparent und methodisch belastbar einbezogen werden.“