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Fahrzeug komplett durchgerostet: Polizei zieht maroden Transporter aus dem Verkehr

Fahrzeug komplett durchgerostet : Polizei zieht maroden Transporter aus dem Verkehr

Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Mettmann hat vor wenigen Tagen einen völlig maroden Transporter aus dem Verkehr gezogen. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs waren gleich 28 zum Teil gravierende Mängel aufgetreten.

Der Fiat Ducato war am Vormittag einem Kradfahrer des Mettmanner Verkehrsdienstes auf der Düsseldorfer Straße gleich gegenüber der Polizeiwache am Adalbert-Bach-Platz aufgefallen. Bei einer ersten Kontrolle vor Ort stellte der Polizeibeamte großflächige Durchrostungen, abgefahrene Reifen sowie einen Komplettausfall der Feststellbremse fest - und das obwohl die auf dem Kennzeichen angebrachte nagelneue TÜV-Plakette eine erst im Mai 2020 bestandene Hauptuntersuchung vorgab.Um den weiteren Zustand des 17 Jahre alten Fiat Ducatos zu überprüfen, wurde anschließend der Wagen einer örtlichen TÜV-Prüfstelle vorgeführt.

Dort wurden durch einen Sachverständigen derart schwerwiegende Mängel an dem Fahrzeug festgestellt, dass es als verkehrsunsicher sofort stillgelegt wurde.So war der Fahrzeugrahmen komplett durchrostet und teilweise notdürftig mit Bauschaum stabilisiert. Außerdem war die hintere Blattfeder gebrochen. Alle Reifen waren total verschlissen und zum Teil stark beschädigt. Zudem verlor der Wagen auch noch Öl. Insgesamt zählte der Mängelbericht am Ende der Überprüfung sage und schreibe 28 Mängel.Erste Ermittlungen ergaben zudem, dass der bei der Zulassung vorgelegte Prüfbericht aus dem Mai 2020 eine Fälschung ist. Daher wird gegen die 29-jährige Halterin des Fahrzeugs (Wohnsitz in Mettmann) auch ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung betrieben. Dazu wird gegen sie und den 35-jährigen Fahrzeugführer (ebenfalls Mettmanner) ein umfangreiches Ordnungswidrigkeitenverfahren in Gang gesetzt. Es drohen hohe Bußgelder und entsprechende Punkte im Zentralregister.