Mettmann Erinnerung mit Freude und mit Wehmut

Mettmann · Die in Auflösung befindliche Theatergrupp Knallfrösche hat dem Kinderschutzbund einen Großteil des restlichen Vereinsvermögens gespendet.

 Der 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Dr. Jürgen Winkelmann und Geschäftsführerin Angela Mäder nehmen den symbolischen Scheck vom 1. Vorsitzenden der Knallfrösche, Ingo Grenzstein, entgegen.

Der 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Dr. Jürgen Winkelmann und Geschäftsführerin Angela Mäder nehmen den symbolischen Scheck vom 1. Vorsitzenden der Knallfrösche, Ingo Grenzstein, entgegen.

Foto: Knallfrösche

Nach 35 Jahren „Kindertheater für Mettmann“ ist Schluss, die Theatergruppe „Knallfrösche“ löst sich auf. Maria Kanisius-Reuter, Gundel Schneider-Röck, und Helga Höptner führten in den letzten 20 Jahren die Regie. Insgesamt 20 Märchenstücke, von Klassikern bis zur modernen Jugendliteratur, brachten die Knallfrösche auf die Stadthallenbühne, mit jeweils fünf ausverkauften Vorstellungen pro Jahr und 2500 Zuschauern.

Stets mit eigens komponierten Songs einer Band oder des Orchesters der Musikschule und mit Tanzeinlagen. Aufwendige Bühnenbilder, technische Ausstattungen wie Beamerprojektionen, Pyrotechnik und Nebelmaschine gehörten ebenso dazu wie die legendären Abendvorstellungen für Erwachsene. Auch außerhalb der Stadthalle waren die Knallfrösche sehr aktiv mit Teilnahmen an der neanderland Biennale, Aufführungen bei den Jahreshauptversammlungen der Aulen MeAmanner und dem selbst verfassten Lacherfolg „Frau Holle geht in Rente“.

Besondere Highlights waren zudem das dreieinhalbstündige Historienepos „Spectaculum Medamana“ zum 1100-jährigen Stadtjubiläum 2004 und 10 Jahre später zur Eröffnung des Königshofplatzes der „Zug der Waschweiber“ durch die Innenstadt, eine Stadtführung der etwas anderen Art. Nun befinden sich die Knallfrösche in der einjährigen Liquidationsphase. Von Anfang an stand in der Vereinssatzung des gemeinnützigen Vereins, dass bei Auflösung das restliche Vereinsvermögen an den Ortsverein Mettmann des Kinderschutzbundes gehen soll.

„Aber nicht nur wegen der Satzung, sondern weil es uns ein Herzensanliegen ist, spenden wir bereits jetzt schon den größten Teil“, sagt Ingo Grenzstein, seit 18 Jahren Vorsitzender und Dramaturg der Knallfrösche. Und in einem Jahr nach endgültiger Auflösung gibt es dann den Restbetrag, der zunächst noch aus Sicherheitsgründen zurückgehalten wird. Der 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Dr. Jürgen Winkelmann und Geschäftsführerin Angela

Mäder haben sich sehr über diese unerwartete Zuwendung gefreut und sich mit folgenden Worten ganz herzlich bedankt: „Schade nur, dass diese Spende mit der Auflösung einer so wundervollen Institution wie Die Knallfrösche verbunden ist! Sie haben mit Ihren Auftritten über Jahrzehnte die Herzen von Kindern ebenso wie von Erwachsenen erfreut, und viele Mettmanner werden sich auch in Zukunft` mit Freude und Wehmut an die Knallfrösche erinnern.“