Eine Reise durch die Zeit

Eine Reise durch die Zeit

Ferien sind toll. Ganz besonders, wenn man sie gemeinsam mit zahlreichen Spielkameraden verbringen kann. Bei der Stadtranderholung der Diakonie trifft man auf gleich 98 Spielkumpanen, die allesamt das gleiche im Ziel haben: Die ersten drei Sommerferienwochen mit einer Menge Spiel, Spaß und etlichen Überraschungen zu verbringen.

Und von denen gibt es genug, wie das vierköpfige Leiterteam weiß. "In jeder Woche machen wir einen Ausflug, haben schon den Römerpark in Xanten und in dieser Woche die Burg Altena besucht. In der Abschlusswoche geht es zum krönenden Abschluss in den Freizeitpark Fort Fun", verrät Lea Pulst. Die Sonderpädagogikstudentin hat in diesem Jahr erstmalig die federführende Betreuungsleitung mit Kollege Jan Schulte-Baukloh übernommen. "Ich war lange Jahre selbst Teilnehmerkind und habe in den vergangenen Jahren als Betreuer geholfen", verrät der heute 20-jährige Jan. Unterstützung bekommt das Duo vom erfahrenen Leitungsteam, bestehend aus Natalie Röming und Nils Krefting. Eine Hierarchie gibt es bei den nsgesamt 19 Betreuern allerdings nicht. "Wir sind mittlerweile eine große Familie, treffen uns auch außerhalb der Stadtranderholung", sagt Lea Pulst.

Und dass die Aufsicht und Anleitung der sechs bis 13-jährigen Kinder irgendwie mehr mit Spaß als mit Arbeit verbunden ist, wissen die Organisatoren ebenfalls. "Die Kinder freuen sich richtig darauf, uns zu sehen. Besonders die Abschiede sind immer mit Tränen und Emotionen verbunden." Bis dahin dauert es jedoch noch ein wenig, schließlich befinden sich die Kids samt Betreuer gerade einmal in der Halbzeitphase.

Unter dem diesjährigen Motto "Reise durch die Zeit! Römer, Ritter und Roboter" gibt es noch eine Menge zu entdecken und erleben. Jeden Tag arbeiten sich die Kinder vom Urknall bis in die unklare Zukunft vor. "Wir geben jedem Tag ein anderes Thema, haben uns schon über die Neandertaler, die Römer und die Ägypter unterhalten", erklärt Leo Pulst. Die einzelnen Thementage werden bildlich auf einem Zeitstrahl festgehalten. In den einzelnen Angeboten wiederum können Schwerter, Schilde und allerhand andere Utensilien der Vergangenheit nachgebastelt werden. Als Räumlichkeiten dafür dient auch in diesem Jahr das Evangelische Gemeindezentrum an der Donaustraße, das besonders bei den durchweg heißen Temperaturen ausreichend Schattenplätze bietet.

"Besonders an den heißesten Tagen des Jahres, die noch vor uns liegen, werden wir Angebote drinnen anbieten", ist sich Natalie Röming sicher. "Zudem müssen wir darauf achten, dass die Kinder auch ausreichend trinken. Die Fürsorgepflicht ist sehr wichtig." Eine Grundvoraussetzung, um selbst Betreuer zu werden. Zudem sollte ein pädagogisches Hintergrundwissen und Spaß an der Arbeit mit Kindern vorhanden sein. "Dann darf man sich für das kommende Jahr gerne als Betreuer bewerben", so die Organisatoren.

Das persönliche Highlight der jährlichen Stadtranderholung steht am letzten Donnerstag bevor. Dann schließlich dürfen die Kids ihr in der Zeit einstudiertes traditionelles Theaterstück vor Freunde, Eltern und weiteren Besuchern präsentieren. "Wir gestalten an diesem Tag immer ein Abschiedsfest mit Buffet und Aktionen", so Lea Pulst. Und dann werden sicher auch die angekündigten Tränen fließen. Aber die Stadtranderholung 2019 steht zumindest gedanklich schon in den Startlöchern. Ganz sicher!

(Schaufenster Mettmann/TB)
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