Bitte beachten Christi Himmelfahrt: ADAC Stauprognose für NRW

Kreis · Der ADAC in NRW rechnet vor dem langen Christi-Himmelfahrts-Wochenende mit viel Stau und stockendem Verkehr auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. Am meisten Geduld müssen Autofahrer laut ADAC Prognose am Mittwoch von 13 bis 19 Uhr aufbringen, wenn Berufspendler und Kurzurlauber aufeinandertreffen.

Christi Himmelfahrt: ADAC Stauprognose für NRW
Foto: Erich Westendarp/Pixabay

„Betroffen sind vor allem die Ballungsraum-Autobahnen sowie die Strecken in Richtung Nord- und Ostseeküste und in die Niederlande“, sagt ADAC Verkehrsexperte Prof. Dr. Roman Suthold. In NRW zählte der Tag vor Christi Himmelfahrt 2023 zu den staureichsten Tagen des Jahres (695 Staustunden). Nachmittags gab es auf den Autobahnen zeitweise mehr als 420 Kilometer Stau.

Deutlich weniger Verkehrsstörungen auf den Autobahnen in NRW erwartet der ADAC von Donnerstag bis Samstag. Am Sonntagnachmittag sorgt dann der Rückreiseverkehr wieder für etwas vollere Autobahnen. Bei schönem Wetter sind an Christi Himmelfahrt sowie am Samstag und Sonntag auf den Ausfallstraßen der Städte in die Naherholungsgebiete auch Verzögerungen durch Tagesausflügler möglich.

Staustrecken: Vor allem die Autobahnen im Großraum Köln und im Ruhrgebiet bleiben laut ADAC Einschätzung Stau-Hotspots. Mehr Geduld brauchen Autofahrer besonders an Baustellen, von denen es bundesweit aktuell fast 1300 gibt, davon alleine 550 bis 600 in NRW. Beliebte Ziele für Reisende aus Nordrhein-Westfalen sind unverändert die deutsche Nord- und Ostseeküste sowie die Niederlande. „Autofahrer, die in die Niederlande reisen, müssen sich darauf einstellen, dass auch jenseits der Grenze gerade am Mittwoch die Autobahnen in Richtung Küste stark von Stau betroffen sind“, betont Verkehrsexperte Suthold.

Verzögerungen erwartet der ADAC in NRW unter anderem auf der A1 (Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg), der A2 (Oberhausen - Dortmund - Hannover) und A3 (Emmerich - Oberhausen - Köln - Frankfurt). Auf dem gesamten Kölner Autobahnring (A1/A3/A4) müssen Autofahrer abschnittsweise immer wieder mit Stau oder stockendem Verkehr rechnen. Erhöhtes Staupotential sieht der ADAC in NRW auch auf der A40 (Dortmund - Essen - Duisburg - Straelen - Venlo), A42 (Dortmund - Oberhausen - Kamp-Lintfort) und A45 (Dortmund - Hagen – Lüdenscheid).

Hinzu kommt: In den Bundesländern Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen ist der Tag nach dem Feiertag offiziell schulfrei. In NRW legen viele Schulen einen beweglichen Ferientag auf den Brückentag zwischen Christi Himmelfahrt und dem Wochenende.

Am Mittwoch und Sonntag sind auch die ADAC Stauberater mit ihren Motorrädern auf den NRW-Autobahnen unterwegs. Sie beruhigen genervte Urlauber, helfen bei der Routenplanung, erklären die Rettungsgasse und verteilen Getränke und Spielsachen für Kinder, um die Wartezeit erträglicher zu machen.

Bei einem Stau die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt laut ADAC nur selten einen Vorteil. Oft sind auch die Ausweichstrecken schnell verstopft. In der Regel macht es erst ab Staus von mehr als zehn Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung Sinn, von der Autobahn abzufahren, rät der Mobilitätsclub.

Die (NRW-)Autobahnen mit dem größten Staupotenzial am Christi-Himmelfahrts-Wochenende:

- Fernstraßen von und zur Küste

- Großräume Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München

- A1/A3/A4 Kölner Ring

- A1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg - Lübeck

- A2 Oberhausen - Dortmund - Hannover - Berlin

- A3 Emmerich - Oberhausen - Köln - Frankfurt - Würzburg - Nürnberg

- A4 Kirchheimer Dreieck - Chemnitz – Dresden - Görlitz

- A5 Hattenbacher Dreieck - Darmstadt - Karlsruhe

- A6 Heilbronn - Nürnberg

- A7 Hamburg - Hannover und Würzburg - Füssen/Reutte

- A7 Hamburg - Flensburg

- A8 Stuttgart - München - Salzburg

- A9 München - Nürnberg - Berlin

- A10 Berliner Ring

- A40 Dortmund - Essen - Duisburg - Straelen – Venlo

- A42 Dortmund - Oberhausen - Kamp-Lintfort

- A45 Dortmund - Hagen - Lüdenscheid

- A61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen

- A81 Stuttgart - Singen

- A93 Inntaldreieck - Kufstein

- A95 /B 2 München - Garmisch-Partenkirchen

- A99 Autobahnring München

Ausland: Christi Himmelfahrt ist auch in Österreich und der Schweiz ein Feiertag. Deshalb erwartet der ADAC ebenso in den Nachbarländern gerade bei schönem Wetter lebhaften Ausflugsverkehr. Dieser dürfte sich vor allem auf den Zufahrtsstraßen der Ausflugsregionen im untergeordneten Straßennetz der Alpenländer bemerkbar machen – etwa in Österreich die Kärntner Seen, das Salzkammergut, der Neusiedlersee und die Erholungsgebiete der Schweizer Kantone Tessin und Wallis. Etwas längere Fahrzeiten gilt es auch auf der Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Rheintal- und Gotthard-Route einzuplanen. Die Aufenthalte an den Grenzen bei der Ein- und Ausreise dürften 30 Minuten nicht übersteigen. Verlängerte Fahrzeiten können auch auf den Hauptverbindungen von und nach Polen und den Niederlanden anfallen.

Rettungsgasse: Sobald der Verkehr stockt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ansonsten droht ein Bußgeld von 200 Euro, bei Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung sogar bis zu 320 Euro. Dazu gibt es einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge hängt, muss mindestens 240 Euro Strafe zahlen, bekommt zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Aktuelle Informationen über die Baustellensituation in NRW und ganz Deutschland finden Autofahrer unter https://www.adac.de/reise_freizeit/verkehr/baustellen.

Eine individuelle Stauprognose mit Angaben zur genauen Tages- und Uhrzeit können Autofahrer über den ADAC Routenplaner unter https://maps.adac.de (Button „Echtzeit-Verkehrslage“) abrufen. Mit dem Zeitregler lässt sich die geplante Abfahrtszeit einstellen. Per Zoom-Funktion auf der Karte erhält man die Verkehrsprognose für die gewünschte Fahrstrecke.

Die neue kostenlose ADAC Drive App liefert Routenplanungen für Auto, Wohnmobil, Motorrad und Fahrrad sowie die dazugehörige Navigations-Funktion (Kopplung via Apple CarPlay & Android Auto möglich), Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die günstigsten Tankstellen und berechnet ggf. anfallende Mautkosten.

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