Flagge zeigen Keine Gewalt gegen Frauen

Mettmann · Zu den geplanten Aktionstagen rund um den „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ haben die Gleichstellungsbeauftragten der kreisangehörigen Städte ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt.

 Die Stadt hat zusammen mit dem SKFM vor dem Rathaus zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ ein deutliches Zeichen gesetzt.

Die Stadt hat zusammen mit dem SKFM vor dem Rathaus zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ ein deutliches Zeichen gesetzt.

Foto: Kreisstadt Mettmann

Seit 1999 ist der 25. November – offiziell durch die Vereinten Nationen aufgegriffen – der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ und Auftakt zu den gleichnamigen Aktionstagen gegen Geschlechtergewalt. Zu den geplanten Aktionstagen haben die Gleichstellungsbeauftragten der kreisangehörigen Städte ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt, das sie gemeinsam im Kreishaus vorgestellt haben.

Bürgermeisterin Sandra Pietschmann und Gleichstellungsbeauftragte Karen Brinker haben heute schon zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus der Stadtverwaltung sowie Mitarbeiterinnen des SKFM vor dem Rathaus Fahnen gehisst, um als Stadt ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Im Gewaltschutz-Zentrum des SKFM in Mettmann wurden im vergangenen Jahr annähernd 1.400 von Gewalt betroffene Frauen und mindestens 800 mit-betroffene Kinder unterstützt. Wie hoch die Dunkelziffer ist, kann man nur erahnen.

Es ist davon auszugehen, dass viele Frauen die Hilfsangebote noch nicht erreicht haben und dass Frauen trotz körperlicher und seelischer Leiden, die ihnen zugefügt werden, bei ihren gewalttätigen Partnern bleiben. Die bundesweite Kriminalstatistik zu diesem Thema ist erschreckend. Demnach geht man davon aus, dass fast alle zwei Minuten in Deutschland ein Mensch Opfer von häuslicher Gewalt wird. Jede Stunde werden mehr als 14 Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt.

Beinahe jeden Tag versucht ein Partner oder Ex-Partner eine Frau zu töten. Deshalb erheben alle Städte im Kreis Mettmann zum Gedenktag ihre Stimme für die Mädchen und Frauen, die Gewalt erleben müssen. Überall im Kreis wird Flagge gezeigt, es gibt Infostände und Veranstaltungen, Ausstellungen und Kinovorführungen, und in Kooperation mit den örtlichen Bäckereien, Apotheken sowie weiteren Unternehmen, Verbänden, Vereinen und öffentlichen Einrichtungen werden am 25. November mehr als 100.000 Brötchentüten mit den wichtigsten Notrufnummern für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, im gesamten Kreis Mettmann verteilt.

6. – 17. November, Stadtbibliothek: Catcalling-Ausstellung

22. November, Weltspiegel Kino: Düsseldorfer Straße 2, Frauenkino – die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Mettmann und Wülfrath zeigen um 20 Uhr den Film „She said“ von Maria Schrader

25. November, Königshof Galerie: Stand der Gleichstellungsbeauftragten Karen Brinker und dem SKFM von 10 bis 12 Uhr zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

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