Mettmanner und Arminia-Bielefeld-Fan „Der Kummer gehört dazu“

Mettmann · Eine große Liebe und eine Achterbahn der Gefühle – der Mettmanner Autor Christian Schroeder ist seit seiner Jugend Fan des Fußballclubs Arminia Bielefeld und hat darüber ein Buch geschrieben.

Die Bielefelder Alm ist quasi sein zweites Zuhause: Christian Schroeder auf der Tribüne des Arminen-Stadions.

Die Bielefelder Alm ist quasi sein zweites Zuhause: Christian Schroeder auf der Tribüne des Arminen-Stadions.

Foto: Klaus Dieker

Anhänger des Fußballvereins Arminia Bielefeld haben schwere Zeiten hinter sich. Zwei aufeinanderfolgende Abstiege, eine rasante Talfahrt von der 1. in die 3. Bundesliga, und dort sieht es nach zehn absolvierten Spielen auch nicht eben rosig aus: Rang 17, gerade mal zwei Punkte vor dem Tabellenletzten MSV Duisburg. Wer die Arminia liebt, braucht in diesen Tagen vor allem eins: Leidensfähigkeit. Aber war das überhaupt je anders? „Ich bin Kummer gewöhnt“, sagt Christian Schroeder, „der gehört quasi mit dazu.“

Der 53-jährige Mettmanner Autor und langjährige Arminia-Fan hat ein Buch über seine große Leidenschaft geschrieben. Der Titel lautet „Elf Gründe, warum  es sich heute (nicht) zu leben lohnt“ und deutet in seiner Unentschiedenheit an, was den Leser erwartet, nämlich ein Wechselbad der Gefühle, ein ständiges Auf und Ab, mal himmelhoch jauchzend, im nächsten Moment zu Tode betrübt. Warum tut man sich das bloß freiweillig an?

Zumal Christian Schroeder eigentlich gar keinen direkten Bezug zur Stadt Bielefeld hat. Er ist in Metzkausen aufgewachsen und lebt heute noch in Mettmann. Also nochmal: Warum ausgerechnet Arminia? „Es war Zufall“, erzählt Christian Schroeder, „oder vielleicht auch Schicksal.“ Und jenes ereilte ihn zu Beginn der 80er Jahre, als er im Fernsehen Fortuna Düsseldorf sehen wollte, aber stattdessen ein Spiel der Arminia gegen Bayern München serviert bekam. Die Ostwestfalen verloren und um Christian Schroeder war es geschehen, er  war 13 Jahre alt.

Was folgte – all die Höhen und Tiefen, die großartigen Momente und die frustrierenden, wie die Liebe zur Arminia sein Leben mitgeprägt hat – beschreibt er in seinem Buch „Elf Gründe, warum es sich heute (nicht)  zu leben lohnt“ auf höchst unterhaltsame Weise mit einem Augenzwinkern, aber zugleich mit der gebotenen Ernsthaftigkeit, denn schließlich geht es um die wichtigste Nebensache der Welt. Ingolf Lück liefert das launige Vorwort zum Buch. Und wer nach der emotionalen Achterbahnfahrt des Christian Schroeder wieder zu Atem gekommen ist, der wird sich vielleicht an einen repräsentativen Satz aus dem Buch erinnern: „Die Fußballseele ist unergründlich.“

„Elf Gründe, warum es sich heute (nicht) zu leben lohnt“ von Christian Schroeder ist bei Books on Demand erschienen und im Buchhandel erhältlich.

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