FDP „Ideologie ist ein schlechter Ratgeber“

Mettmann · Ein wichtiges Argument für die Gründung der Gesamtschule in Mettmann hält die FDP angesichts aktueller Zahlen für widerlegt.

 Im August 2021 wurde die Gesamtschule in Mettmann eröffnet.

Im August 2021 wurde die Gesamtschule in Mettmann eröffnet.

Foto: Kreisstadt Mettmann

„Jedem Mettmanner Schüler einen Schulplatz in Mettmann zusichern“ - dies sei das Credo der Ratsmehrheit und der Verwaltung bei der Entscheidung zur  Gründung der Gesamtschule gewesen, schreibt die FDP-Ratsfraktion in einer Pressemitteilung. Demnach sollte kein Kind auspendeln müssen, um die Schulform seiner Wahl besuchen zu können.

Ungeachtet dessen, dass es immer Schüler gegeben habe und gebe, deren Eltern sich für weiterführende Schulen konfessioneller Ausrichtung oder sportlicher Schwerpunkte entscheiden, sei im Vorfeld der Gesamtschulgründung von den Gesamtschulbefürwortern moniert worden, dass rund 30 Kinder an die Gesamtschule Heiligenhaus auspendeln müssen.

Die Tatsache, dass es noch immer Schulformen außer der Gesamtschule und dem Gymnasium gebe, sei schlicht ignoriert worden, konstatiert die FDP, um sich dann dem  heutigen Stand zu widmen: „Stand 23. März 2023 pendelten 350 Schülerinnen und Schüler in die umliegenden Städte aus. Besonders interessant ist der nähere Blick auf die hier ausgewählten Schulformen für die Sekundarstufe I, also die Klassen 5 bis 10.“

42 Schülerinnen und Schüler besuchen laut FDP-Pressemitteilung eine Hauptschule, 46 eine Realschule und 33 eine Sekundarschule. Das bedeute, die Eltern von 121 Kindern und Jugendlichen hätten sich bewusst für Schulformen entschieden, deren Angebot durch die Gesamtschule hätte abgedeckt werden können. Der viel zitierte und eingeforderte Elternwille spiegele sich in diesen Zahlen mehr als deutlich und beweise einmal mehr, dass ideologische Wunschvorstellungen schlechte Ratgeber für weitreichende Entscheidungen seien.

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