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Die Mettmannerin Gina Dzuware verbringt ein Freiwilliges Jahr in Ghana

Freiwilliges Jahr : Aufbruch ins Abenteuer

Von Mettmann in die weite Welt: Gina Dzuware verbringt ein Freiwilligenjahr in Ghana, um dort Kinder zu unterrichten — und mehr über sich selbst zu erfahren.

(dir) Die Koffer sind gepackt, alle Vorbereitungen getroffen, Freunde und Bekannte verabschiedet – es kann losgehen. Am Sonntag fliegt Gina Dzuware von Frankfurt nach Ghana in Westafrika. Reiseziel: Tuba-Kokrobite. In dem kleinen Dorf nahe der Hauptstadt Accra absolviert die 20-jährige gebürtige Mettmannerin den größten Teil ihres Freiwilligenjahres, das sie bereits im September begonnen und seither hauptsächlich mit Vorbereitungen für die Reise verbracht hat.

Zum ersten Mal lange Zeit von der Familie getrennt in einem fremden Land – natürlich ist sie aufgeregt. „Aber die Freude überwiegt eindeutig“, versichert sie, „es wird bestimmt eine sehr intensive Erfahrung und ich halte es für wichtig, dass man mal auf sich allein gestellt ist.“ Gina Dzuware hat vor zwei Jahren am Heinrich-Heine-Gymnasium in Mettmann ihr Abi gemacht, anschließend in den Niederlanden ein Studium der Gesundheit, Ernährung und Wirtschaft begonnen und wieder abgebrochen. Kultureller Austausch interessiert sie, mit ihrem Einsatz in Ghana möchte sie vielleicht auch den Grundstein für ihre berufliche Zukunft in Deutschland legen. Organisiert wird das Freiwillige Jahr von „weltwärts“, dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie der Aminu Initiative, die sozial benachteiligten Kindern in Ghana den Zugang zu Bildung ermöglicht.

Gina Dzuware wird in Ghana in den Bildungsprojekten der Initiative mitarbeiten, ein globales Lernprojekt initiieren und an der Günter Frey International School Kindern und Jugendlichen Deutschunterricht geben. Sie wünscht sich, dort Bildungsmöglichkeiten zu unterstützen, wo sie wirklich nötig sind. Sie wünscht sich, mehr über Entwicklungszusammenarbeit zu erfahren – wie sie funktioniert und ob die Menschen vor Ort wirklich von ihr profitieren. Gleichzeitig möchte sie mehr über sich selbst lernen.

Ihr Vater stammt ursprünglich aus Kenia, seine Familie hat aber auch Wurzeln in Westafrika. „Ich hoffe, dass ich während meines Aufenthaltes  mehr über diese andere, meine afrikanische Hälfte erfahre“, sagt Gina Dzuware.

Von den Organisatoren des Freiwilligen Jahres wurde sie umfangreich auf ihren Aufenthalt vorbereitet, sie fühlt sich gut gewappnet. Darüber hinaus setzt sie auf ihre Spontaneität und ihre Fähigkeit, mit neuen und vielleicht auch unerwarteten Situationen gut umgehen zu können.

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Angst vor Heimweh hat sie nicht. „Vielleicht“, sagt sie, „werde ich an Weihnachten den Besuch auf dem Blotschenmarkt mit Freunden etwas vermissen. Aber dafür gibt es in Ghana bestimmt ganz viele andere schöne Dinge.“

Gina Dzuware wird über ihre Erlebnisse während ihres Aufenthaltes berichten. Wer Interesse daran hat kann über gina.dzuware@googlemail.com Kontakt mit ihr aufnehmen.

(dir)