Demokratieschule für Asylbewerber: „Nicht in den Genuss von Demokratie, Grund- und Bürgerrechten und Toleranz gekommen“

Demokratieschule für Asylbewerber : „Nicht in den Genuss von Demokratie, Grund- und Bürgerrechten und Toleranz gekommen“

Rund 500 Asylbewerber haben seit dem Start im Januar 2019 am Programm „Demokratieschule“ im Landtag Nordrhein-Westfalen teilgenommen.

Das Präsidium des Landtags setzt das Programm mit vier weiteren Terminen im laufenden Jahr und 13 Terminen im Jahr 2020 fort. Die Migrantinnen und Migranten erhalten im Landesparlament Informationen über Demokratie, die Aufgaben des Parlaments, Grund- und Bürgerrechte sowie Gewaltenteilung und Föderalismus. Zudem tauschen sie sich mit einem Mitglied des Präsidiums, André Kuper, Carina Gödecke, Angela Freimuth oder Oliver Keymis aus.

Der Präsident des Landtags, André Kuper, sagt: „Viele Menschen, die zu uns gekommen sind, sind nicht in den Genuss von Demokratie, Grund- und Bürgerrechten und Toleranz gekommen. Wir möchten zeigen, wie Politik funktioniert – und zwar da, wo sie gemacht wird – im Landtag. Und wir erläutern, welche Freiheitsrechte mit unserer Demokratie verknüpft sind, welche Verantwortung aber auch jeder Bürger in einer freien Gesellschaft trägt. Es wird bereits viel für die Integration getan – wir möchten den Fokus noch stärker auf das Thema Demokratie legen.“

An dem besonderen Besuchsprogramm können junge Erwachsene mit Fluchthintergrund teilnehmen, die einen Integrationskurs besuchen und über Deutschkenntnisse verfügen. Der Landtag hat das Projekt im Januar 2019 in Kooperation mit dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie den Kommunalen Integrationszentren gestartet. Zum Besuchsprogramm gehören eine Führung durch das Landtagsgebäude, Informationen durch den Besucherdienst unter anderem über den Aufbau und die Funktionsweise des Staates sowie Gespräch mit einem Mitglied des Präsidiums.

An sieben Terminen im Landtag haben Gruppen aus Düsseldorf, Mettmann, Hilden, Kaarst, Köln, Siegburg, Bornheim, Düren, Übach-Palenberg, Moers, Wuppertal, Rheda-Wiedenbrück. Gütersloh, Iserlohn, Olpe, Schwelm, Hattingen, Hamminkeln, Gelsenkirchen und Bottrop teilgenommen.

Der nächste Termin ist am Mittwoch, 11. September 2019.

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