TrioLogie traten in der Kulturvilla auf: Mit dreißig Fingern durch die Jahrhunderte

TrioLogie traten in der Kulturvilla auf : Mit dreißig Fingern durch die Jahrhunderte

Ein Musikschulleiter hat es zweifellos nicht leicht.

Im Unterschied zum klassischen Verwaltungsfachangestellten ist er nicht in erster Linie dazu geboren, Verträge zu verhandeln und Tarifrunden auszusitzen, nein, er ist erst einmal Musiker, und wenn er ein so virtuoser Gitarrist ist wie Markus Sich, dann muss man sich nach dem Konzertabend in der Kulturvilla fragen: Woher nimmt der Mann bloß all die Zeit und Energie?

Am vergangenen Sonntag gestaltete Sichs Ensemble „TrioLogie“ ein beeindruckendes Konzertprogramm, in dem die drei Musiker - neben Sich noch die Hildener Mandolinistinnen Kristina Lisner und Melanie Hilker - die gesamte klangliche Vielfalt ihrer Instrumente eindrucksvoll auffächerten.

Beginnend mit der frühbarocken Pracht eines Albinoni spannte das Trio den Bogen bis hin zu den fernöstlich-exotischen Klängen des japanischen Komponisten Yasuo Kuwahara (-2003) mit dem programmatischen Stück „Weaving Girl“, die Legende eines Webermädchens, der die Kinder im Nachmittagskonzert nachspüren durften.

Ein besonderer Leckerbissen war die Uraufführung der „Tre Canzoni da Ballo“ aus der Feder von Sichs Gitarrenkollegen Christoph Kirschbaum. Drei mitreißende Tanzstücke erfreuten das Publikum zu Beginn der zweiten Programmhälfte. Spanische Flamencoklänge und argentinischer Tango durften ebenfalls nicht fehlen.

Sichtlich vergnügt genoss das Publikum die sinnlichen Saitenklänge. „Schön, einen so profilierten Musiker als Musikschulleiter zu haben“, äußerte sich ein Besucher.

Ein runder, virtuoser Abend.

(Contanze Backes)
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