Leserzuschrift zur Tour de France und dem verkaufsoffenen Sonntag „Ich wäre ja gerne gekommen...“

Mettmann · Zur Tour de France erreichte uns folgende Leserzuschrift.

"Am 2. Juli, so hatte ich gedacht, könnte ich doch mal zum verkaufsoffenen Sonntag in die Stadt gehen. Ich wohne im Lönswegviertel, also zu Fuß in 10 Minuten in die Innenstadt. Nur kurz die Straße Am Kolben überquert, in die Neanderstraße, schon bin ich da. Aber ach, da sind ja Talstraße, Ringstraße, Am Kolben und Düsseldorfer Straße für die Tour komplett gesperrt. Und auch Fußgänger dürfen die Straßen bei Androhung entsetzlicher Strafen nicht überqueren. Geht also nicht über Kolben oder Ringstraße. Was also tun? Nach intensiver Recherche stellte ich fest, dass der einfachste und kürzeste Weg für mich wohl wäre, mit dem Auto über Düsselring, Eidamshauser Straße, Südring und Gruitener Weg zur Flurstraße zu fahren und von dort zu Fuß in die Stadt zu gehen. Google Maps sagt, es wären auch nur rund acht Kilometer. Statt 1000 Meter Fußweg…

Ich denke, ich werde den Sonntag lieber zu Hause bleiben und den verkaufsoffenen Sonntag ignorieren. Übrigens, wenn ich mir die Karte von Mettmann so anschaue, dann geht es ganz Mettmann-West so wie mir. Beschwere sich später keiner bei mir, wenn der Umsatz am 2. Juli in den Geschäften nicht stimmt. Ich wäre ja gerne gekommen, aber… Ob Bürgermeister Dinkelmann mich in die Stadt fahren würde?"

Stefan Eigen, Mettmann

Hinweis
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(Schaufenster Mettmann)