Positionierung zur Netztrennung: Grüne fordern „zukunftsweisende Mobilität“

Positionierung zur Netztrennung : Grüne fordern „zukunftsweisende Mobilität“

Die Mettmanner Grünenb positionieren sich zur Forderung der SPD die Johannes-Flintrop- und Breitestraße wieder für den Autoverkehr zu öffnen.

Christoph Hütten, Mitglied im Planungsausschuss dazu: „In der Presse wird die SPD mit der Aussage zitiert, dass das Auto dann wieder Vorrang habe. Genau dies sehen wir kritisch. Viele Menschen fordern Lösungen gegen die Verkehrsüberlastung durch den motorisierten Individualverkehr und damit eine Verringerung von Lärm- und Schadstoffbelastung, Stau und Unfällen. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes wünschen sich 82 Prozent der Menschen weniger Autos in den Städten, mehr öffentlichen Nahverkehr und mehr Fuß- und Radwege. Gerade in Mettmann wird deutlich, dass hier die Stellschrauben liegen, da Veränderungen an der Straßenführung lediglich zu Engpässen an anderer Stelle führen.“

Der Rat hätte laut Grünen in der letzten Sitzung fast einstimmig beschlossen, dass Mettmann klimafreundliche Stadt werden soll. „Damit der Ratsbeschluss kein Lippenbekenntnis wird, sollte sich das politische Handeln auch daran ausrichten. Eine nachhaltige Mobilität ist ein wichtiger Baustein zur Steigerung der Klimafreundlichkeit“, sagt Nils Lessing, Fraktionssprecher der Grünen. „So muss jetzt zum Beispiel das schon lange beschlossene Radverkehrskonzept endlich erarbeitet und umgesetzt werden. Das gleiche gilt auch für den Beschluss aus dem letzten Jahr, Car-sharing in Mettmann möglich zu machen. Die Forderung nach Durchfahrverboten von LKWs für bestimmte Strassen unterstützen wir natürlich und gehen davon aus, dass die Verwaltung im Planungsausschuss hierzu Lösungen anbieten wir.“

„Wir setzen uns für eine nachhaltige Mobilitätswende ein, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt rückt. Die Aufweichung der Netztrennung aufgrund schlechter Stimmung ist ein Signal in die falsche Richtung. Die Stimmung in Mettmann sollte stattdessen durch ein sicheres Radverkehrsnetz, einen attraktiven ÖPNV sowie eine hohe Aufenthaltsqualität für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind verbessert werden“, fasst Nils Lessing zusammen.