Eine Ära geht zu Ende

Mettmann · Ein letztes Mal traf die Chorgemeinschaft Heilige Familie und Thomas Morus am vergangenen Sonntag in Heilige Familie zu einem Konzert zusammen. Gefeiert werden sollte das 70jährige Bestehen des Kirchenchores Cäcilia Heilige Familie Metzkausen, was allerdings bei der Messe nicht im Vordergrund stand.

 Es war ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Chorgemeinschaft Thomas Morus/ Heilige Familie hat sich am vergangenen Wochenende aufgelöst.

Es war ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Chorgemeinschaft Thomas Morus/ Heilige Familie hat sich am vergangenen Wochenende aufgelöst.

Foto: tb

(tb) Schweren Herzens hat sich die Chorgemeinschaft dazu entschlossen, sich nach langjährigem Bestehen aufzulösen. "Unser Chor ist zu alt geworden und junge Leute lassen sich schwer motivieren", weiß Vorsitzende Helga Elisabeth Grosssteinbeck. Wehmut schwingt bei jedem der gut 30 Sängerinnen und Sänger mit. "Es ist die Geselligkeit, die die regelmäßigen Chorproben ausgemacht hat", weiß Grosssteinbeck. Die Freundschaft der Chormitglieder soll aber nicht im Sande verlaufen. "Wir werden einen Stammtisch gründen und uns trotzdem regelmäßig treffen." Zum Abschluss des jahrzehntelangen Chorlebens hat sich die Gemeinschaft aber nochmal einen musikalischen Leckerbissen einfallen lassen. Mit vier Solisten, zwei Geigen und einem Cello sowie Chorleiter Oleg Pankratz wurde die einstündige Messe "Missa in C KV 259" von Mozart aufgeführt.

"Noch sind unsere Stimmen vorzeigbar und daher wollten wir zu einem Zeitpunkt enden, an dem wir uns noch präsentieren können", witzelt die Vorsitzende. Nicht zuletzt hat auch der Mangel an Männerstimmen dazu beigetragen, einen finalen Schlussstrich zu ziehen. "In unserem Chor findet man nur noch fünf Männer. Bei jeder Männerstimme weniger haben wir gebangt, ob wir uns überhaupt noch gut anhören", erklärt Helga Elisabeth Grosssteinbeck abschließend. "Es fällt zwar etwas weg, aber wir stehen hinter unserer Entscheidung."