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Sachdienliche Hinweise an die Polizei: Cannabis-Großplantage entdeckt

Sachdienliche Hinweise an die Polizei : Cannabis-Großplantage entdeckt

In einem größeren Einsatz beschäftigte die Mettmanner Polizei Ende der vergangenen Woche die Entdeckung einer Cannabis-Großplantage in Lagerräumen an der Oststraße in Mettmann.

Im Zuge einer Amtshilfemaßnahme für das Bauamt der Kreisstadt, welches dort wegen des Verdachts auf Brandschutzmängel sowie nicht ordnungsgemäßer Nutzung von Lagerräumen kontrollieren wollte, kam es dort am vergangenen Freitagmorgen zu einem spektakulären Zufallsfund.

Bei der gemeinsamen Kontrolle des Objektes bestätigten sich zunächst die Hinweise auf eine sachfremde Nutzung von Lagerräumen. Bereits von außen fanden sich erkennbare Mängel zum Brandschutz sowie auffällige Veränderungen an elektrischen Leitungen. Weiterhin gab es sehr schnell einen begründeten Verdacht auf den Anbau illegaler Betäubungsmittel in größerem Stil.

Als die sehr verschachtelt angeordneten Räume schließlich von Bauamt, Feuerwehr und Polizei geöffnet und betreten werden konnten, bestätigte sich auch der Verdacht des Cannabisanbaus sehr eindrucksvoll. Auf mehreren hundert Quadratmetern, verteilt in verschiedenen Räumen, die zum Teil erst durch den nachträglichen Einbau zusätzlicher Wände geschaffen und deren Zugänge oft geschickt getarnt worden waren, fanden sich weit mehr als 2.000 Cannabis-Pflanzen in verschiedenen Wachstumsphasen. Zusätzlich und aufwendig eingebaute Einrichtungen zur Beleuchtung, Bewässerung und Belüftung der verschiedenen Plantagen, boten optimale Bedingungen zur professionellen Aufzucht der inzwischen sichergestellten Cannabispflanzen.

Im Lauf der ersten Einsatz- und Ermittlungsmaßnahmen wurden zwei Personen vorläufig festgenommen, die im Verdacht stehen, an Einrichtung und Betrieb der vorgefundenen Plantagen beteiligt gewesen zu sein.

Die polizeilichen Maßnahmen zur Spurensicherung in den Mettmanner Lagerräumen sowie die umfangreiche Sicherstellung von Beweismitteln, Pflanzen und technischem Equipment, dauerten noch bis in die Nachtstunden an und konnten erst am frühen Samstagmorgen gegen 2 Uhr, beendet werden.

Tatkräftig unterstützt wurde die Kreispolizei dabei von 16 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr in Mettmann sowie 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Technischen Hilfswerk (THW).

Insgesamt wurden im Objekt, in fünf zur professionellen Aufzucht speziell ausgestatteten Lagerräumen, 2434 Cannabis-Pflanzen sichergestellt, welche noch etwa sechs Wochen vor dem Zeitpunkt ihrer Ernte standen.

Die zwei bereits am Freitag vorläufig festgenommenen Personen wurden nach Erstvernehmung, mangels vorliegender Haftgründe, wieder aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen, zu konkreten Verantwortlichkeiten, weiteren Tatbeteiligungen und noch unbekannten Tatstrukturen im Hintergrund, dauern aktuell noch immer intensiv an.

Sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung, zu verdächtigen Beobachtungen, wie auch zu Fahrzeugen und Personen, die im Zusammengang mit der Cannabisplantage an der Oststraße in Mettmann stehen könnten, nimmt die Polizei in Mettmann, Telefon 02104 / 982-6250, jederzeit entgegen.