Neues Teammitglied im Neanderthal Museum Dustin Welper übernimmt die Forschungsleitung

Kreis · Zum 1. Januar 2026 hat Dustin Welper die Leitung Forschung im Neanderthal Museum übernommen. „Wir freuen uns sehr, dass Herr Welper, der bereits als Praktikant durch besonderes Engagement aufgefallen ist, sich für das Neanderthal Museum als Arbeitsplatz entschieden hat“, sagte Direktorin Dr. Bärbel Auffermann.

Dustin Welper übernimmt die Forschungsleitung im Neanderthal Museum. Direktorin Dr. Bärbel Auffermann heißt ihn aufs Herzlichste willkommen.

Foto: Kreis Mettmann

„Er verbindet Fachkompetenz und Kommunikationsgeschick und ist damit die ideale Besetzung für diese Position.” Insbesondere sein studentisches Praktikum am Haus bestärkte ihn in seinem Entschluss, Paläoanthropologe zu werden. Während seines Studiums der Paläoanthropologie, Naturwissenschaftlichen Archäologie und Humanevolution in Tübingen blieb Welper dem Museum als freier Mitarbeiter eng verbunden. In zahlreichen Führungen und Workshops vermittelte er unterschiedlichsten Zielgruppen Einblicke in die menschliche Evolution. Seine Schwerpunkte liegen in der anthropologischen Analyse menschlicher Überreste sowie in der Wissenschaftskommunikation zur Humanevolution.

Seine langjährige Erfahrung in der Vermittlungsarbeit prägt bis heute seinen wissenschaftlichen und kommunikativen Ansatz, den er insbesondere im internationalen Projekt Neanderthals and Us (2023–2025) einbrachte. In diesem Projekt war die Übersetzung aktueller Forschung in eine verständliche und gesellschaftlich anschlussfähige Kommunikation ein zentraler Bestandteil.

„An manchen Tagen wirkt es für mich noch immer ein wenig surreal. Paläoanthropologe zu werden war bereits früh mein Kindheitstraum. Umso besonderer ist es, heute an dem Ort arbeiten zu dürfen, an dem 1856 mit dem Neandertalerfund ein zentraler Grundstein der Paläoanthropologie gelegt wurde. Künftig möchte ich die archäologische und paläoanthropologische Forschung am Haus weiter stärken und bestehende Kooperationen ausbauen. Ergänzend soll die Forschung stärker museumsspezifisch ausgerichtet werden, um Besucherstrukturen besser zu verstehen und dieses Wissen gezielt in den musealen Kontext einzubringen.”