Der ÖPNV wird „sauberer“

Der ÖPNV wird „sauberer“

Zwölf neue Solaris Gelenkbusse mit neuester Abgastechnik verstärken ab sofort die Rheinbahnflotte im Kreis Mettmann.

(RG). Im vergangenen Sommer kündigten Landrat Thomas Hendele und die Rheinbahn an, dass im ÖPNV bis 2020 im Kreisgebiet 86 Tonnen Stickoxid eingespart werden sollen. Erreichen will die Rheinbahn das durch Nachrüstung vorhandener Busse, damit diese die Euro-6-Norm erreichen, aber auch durch Anschaffung neuer Busse mit entsprechender Abgastechnik. Von den gerade vorgestellten neuen Gelenkbussen hat die Rheinbahn insgesamt 80 Stück angeschafft, von denen 12 künftig im Kreis Mettmann fahren werden. "Die neuen Busse unterschreiten aufgrund der eingesetzten Abgasnachbehandlung mit Harn-stoffeinspritzung die Euro-6-Grenzwerte noch einmal deutlich", freut sich Georg Schumacher, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Rheinbahn. Die "sauberen" Busse bringen aber noch mehr Komfort mit. Sie haben insgesamt vier Türen zum Ein- und Aussteigen, eine ausklappbare Rampe für Rollstuhlfahrer, einen vergrößerten Bereich für Kinderwagen, Rollatoren, Rollstühle oder Fahrräder, leicht zugängliche USB-Steckdosen, Ledersitze und im vorderen Bereich eine großzügige Gepäckablage.

Die Türen kann der Fahrer mit dem eingesetzten Kamerasystem überwachen, sodass er gut im Blick hat, wann er die Türen schließen kann. Rund 300 000 Euro kostet ein Modell, mehr als 3,5 Millionen Euro die 12 neuen Busse im Kreisgebiet. Rund 90 Busse der Rheinbahn sind in Mettmann stationiert. Hinzu kommen Busse von Subunternehmern, die häufig vor allem an Wochenenden zum Einsatz kommen. Die Nachrüstung der Flotte mit neuer Abgastechnologie läuft bereits und soll 2020 abgeschlossen sein, sodass nicht nur die neuen Busse mindestens die Euro-6-Norm erfüllen, sondern alle Busse der Rheinbahnflotte. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass es derzeit im Rheinbahnbetriebshof in Mettmann noch drei alte Fahrzeuge mit "gelber Plakette" gibt, die aber nur noch als Wechselwagen auf Dienstfahrten und nicht mehr im Linienverkehr eingesetzt werden. Bis 2020 werden dann auch die hoffentlich zur Geschichte gehören und durch andere Modelle ersetzt sein. Auch Subunternehmer der Rheinbahn müssen die Anforderungen erfüllen und künftig "saubere Busse" im Kreis einsetzen.