Weniger Einbrüche, mehr Gewalt

Weniger Einbrüche, mehr Gewalt

Die Kreispolizei hat die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2018 bekannt gegeben. Besonders bei den Einbrüchen sind die Fälle stark zurück gegangen. Insgesamt gilt der Kreis als sicher - doch bei Sexualdelikten und Körperverletzung steigen die Zahlen.

Auch die Senioren rücken immer mehr in den Fokus der Betrüger.

"Wir halten uns mit Freudesbekundungen zurück, denn jeder Fall ist ein Fall zu viel und zufrieden könnten wir theoretisch erst sein, wenn es überhaupt keine Kriminalität mehr gäbe", sagte Achim Spröde, Leiter Abteilung "Kriminalität" bei der Kreispolizei. Insgesamt wurden 2018 im gesamten Kreis und seinen angehörigen Städten 27 965 Straftaten erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr sank damit die Zahl der registrierten Straftaten (2017: 29 072) deutlich um 1.107 Fälle (3,81 Prozent). "Bei diesem Wert handelt es sich um den niedrigsten seit mehr als 10 Jahren. Damit setzt sich der Trend seit 2013 fort", sagte Manfred Frorath, der Leiter der Kreispolizeibehörde. Die Aufklärungsquote lag mit 55,24 Prozent über der des Vorjahres (2017: 51,81 Prozent) und erreicht zum sechsten Mal in Folge einen Wert stabil über 50 Prozent. Die Anzahl der aufgeklärten Straftaten stieg von 15 061 auf 15 448. Von den 10 896 ermittelten Tatverdächtigen waren 7.547 deutsche Staatsangehörige und 3.349 nichtdeutsche Staatsangehörige. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen betrug insgesamt 30,74 Prozent.

Die Anzahl der erfassten Sexualdelikte stieg von insgesamt 216 auf 268. Die Aufklärungsquote stieg von 75,93 auf 80,22 Prozent. In 2018 ist eine deutliche Steigerung aller Körperverletzungsdelikte von 2.880 Fällen auf 3.123 Fälle zu beobachten. Die Zahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungen ist im Jahr 2018 ebenfalls gestiegen. Lagen sie 2017 noch bei 676 Fällen, so lagen sie am Jahresende 2018 nunmehr bei 752 Fällen. Bei den Einbrüchen gibt es eine gute Entwicklung. Gab es 2015 noch 1699 Fälle sank die Zahl der registrierten Wohnungseinbrüche 2018 auf 787 Fälle. Das ist der geringste Wert seit 2008. "Besonders Sorge bereiten uns jedoch die sogenannten Enkel- und Polizeitricks gegen Senioren am Telefon", so Achim Spröde. Weitere Aufklärungskampanien sollen hier für Abhilfe sorgen.

Der komplette Bericht findet sich hier: http://www.schaufenster-mettmann.de/polopoly_fs/polizeistatistik-1.7680068.1550583885!file/Jahrespressekonferenz%202019.pdf

(Schaufenster Mettmann/FF)