AWO sucht ehrenamtliche Vormünder und Paten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

AWO sucht ehrenamtliche Vormünder und Paten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Mit ihrem Projekt "Vertrauenssache" unterstützt die Arbeiterwohlfahrt Kreis Mettmann ehrenamtliche Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) und junge volljährige Flüchtlinge in Erkrath und Mettmann.

"Hiermit möchte die AWO dazu beitragen, dass diese in ihrer persönlichen, schulischen und beruflichen Entwicklung optimal unterstützt werden. Dies fördert die Integration sowie gesellschaftliche Teilhabe und Stabilität. Das Projekt wird aus Mitteln der Aktion Mensch gefördert. Junge Flüchtlinge ohne elterliche Fürsorge brauchen, so ist die AWO überzeugt, einen Menschen an ihrer Seite, der sich für ihre Interessen einsetzt", so die AWO.

"Die ehrenamtliche Vormundschaft für einen umF ist gleichzeitig eine besonders spannende und verantwortungsvolle Aufgabe. Ein Vormund ist der rechtliche Vertreter seines Mündels. Unter größt-möglicher Beteiligung des jungen Menschen entscheidet der Vormund zum Beispiel, auf welche Schule dieser geht, stellt für ihn den Asylantrag oder unterschreibt gegebenenfalls einen Ausbildungsvertrag. Die Jugendlichen leben in Wohngruppen der Jugendhilfe und die jungen Volljährigen in Unterkünften der Stadt."

Für die Tätigkeit als ehrenamtlicher Vormund oder Pate/in bedarf es weder keiner speziellen Ausbildung noch rechtlicher Vorkenntnisse. Der ehrenamtliche Vormund sollte aber bereit sein, Zeit zu investieren, Verantwortung zu übernehmen und mit seinem Mündel eine vertrauensvolle Beziehung einzugehen, die auch über die Volljährigkeit hinausreichen kann.

Eine Patenschaft beinhaltet die gleichen Aufgaben wie die eines Vormundes — nur ohne die rechtliche Vertretung. Der junge Erwachsene wird von seinem Paten in alltäglichen Schwierigkeiten begleitet und hilft ihm sich in Deutschland zu integrieren.

Um die ehrenamtlichen Vormünder in ihrer anspruchsvollen Aufgabe angemessen zu unterstützen, bietet das Projekt "Vertrauenssache" ein umfassendes System der Qualifizierung und Beratung. Hier-zu gehören u.a. Qualifizierungsveranstaltungen, Informationen über die Rechte und Pflichten eines Vormunds, monatliche Austauschtreffen und bei Bedarf individuelle Beratungsgespräche durch Fachkräfte.

Wer sich für eine Tätigkeit als ehrenamtlicher Vormund oder Patenschaft im Rahmen des Projektes "Vertrauenssache" interessiert, ist herzlich eingeladen zu einer Informationsveranstaltung:

Mittwoch, 12. Dezember, 19 bis 20.30 Uhr

Arbeiterwohlfahrt im Kreis Mettmann, Bahnstraße 59, 40822 Mettmann

Die Veranstaltung informiert, welche Aufgaben und Pflichten auf einen Vormund zukommen, welche Voraussetzungen er mitbringen sollte und wie er dabei durch das Projekt der AWO unterstützt wird.

Kontakt: Yvonne Kempe E-Mail yvonne.kempe@awo-kreis-mettmann.de , Tel. 0172-27713694

(Schaufenster Mettmann)
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