Leserbrief zu „Dinkelmann stoppt Beschluss“: "Von einer 'Rolle rückwärts' zu reden, ist unseriös"

Leserbrief zu „Dinkelmann stoppt Beschluss“ : "Von einer 'Rolle rückwärts' zu reden, ist unseriös"

Zu unserem Artikel "Dinkelmann stoppt Beschluss" vom 19. Dezember erreichte uns folgende Leserzuschrift.

"Der Beschluss des Ausschusses für Planung, Verkehr und Umwelt vom 21. November 2018 sieht - wie Sie zutreffend erwähnten - lediglich eine Teilfreigabe der Schwarzbach­straße für den Verkehr vor. Die Netztrennung in der Johannes Flintrop Straße, die den ganz überwiegenden Teil des Durchgangsverkehrs aus der Innenstadt fern hält, bleibt somit unverändert bestehen!

Außerdem wird durch die im Antrag erhobene Forderung nach einer 'shared space'-Lösung auf der Schwarzbachstraße, die beispielsweise in Form eines verkehrsbe­ruhigten Bereichs mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 7 km/h und dem Vorrang für Fußgänger erfolgen kann, de facto auch weiterhin eine Netztren­nung gefordert. Es handelt sich aber um eine weiche Form der Netztrennung, die den Durchgangsverkehr unverändert abhält, den Anlie­gerverkehr aber zulässt.

Angesichts dieser Fakten von einer 'Rolle rückwärts' und der Gefährdung von Fuß­gängern insbesondere auch Behinderten zu reden ist schon stark unseriös. Gerade diese Verkehrsteilnehmer wären durch die Neuregelung sogar besser geschützt als heute. Der Bereich wirkt dadurch wie ein großer Zebrastreifen und verbessert auch die Anbindung der östlichen Seite der Schwarzbachstraße an den Jubiläumsplatz.

Die vom Bürgermeister für notwendig erachteten baulichen Veränderungen, die darin bestehen, dass die Trennung von Gehwegen und Straße aufgehoben werden müssten, sind völlig unsinnig. Gerade angesichts der Bushaltestellen macht ein ni­veaugleicher Ausbau gar keinen Sinn.

Da wie ausgeführt nicht mit einer nennenswerten Erhöhung des Verkehrs zu rechnen sein wird, muss auch nicht annähernd mit einer Überschreitung von Abgasgrenz­werten in der Innenstadt gerechnet werden. Die vom Bürgermeister herbeigeredeten Gefahr eines Verlustes von Fördermitteln ist kaum zu glauben. Schon allein die im Antrag enthaltene Aussage, dass die beantragte Änderung erst nur probeweise durchge­führt werden soll, müsste genügen diese Gefahr auszuschließen."

Jürgen Weidner, Sachkundiger Bürger der ehemaligen AfD-Fraktion im Ausschuss für Planung, Verkehr und Umwelt

Hinweis
Die in Leserbriefen geäußerte Meinung gibt nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem sinngemäße Kürzungen vor. Anonyme Zuschriften bleiben unberücksichtigt.

(Schaufenster Mettmann)
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