Schweighöfer und der Brosig

Schweighöfer und der Brosig

Marek Heindorffs Erstlingswerk "Das Leben ist Brosig" erscheint jetzt im Rouven-Finn-Verlag und wird neu aufgelegt.

Der Mettmanner Autor hatte den Roman zunächst in einem Eigenverlag heraus gebracht und mit dem so veröffentlichten Werk einen Verlag gesucht (das Schaufenster berichtete). "Ich habe den Brosig an so gut wie alle Verlage im Land geschickt und die Resonanz war zunächst ernüchternd", erinnert sich Heindorff, der seine literarische Karriere als Lyriker begonnen hat und mit seinem Roman in ganz NRW aufgetreten ist. "Da waren Lesungen vor drei oder vier Personen dabei, aber auch volle Säle", sagt Heindorff.

Zu seinem neuen Verlag kam er dann wie die Jungfrau zum Kinde. "Auf einer Essener Buchmesse hatte ich ein witziges T-Shirt an, auf das ich dann von einem Mädel angesprochen wurde. Über mehrere Ecken kam ich über ihre Kontakte dann mit dem Rouven-Finn-Verlag zusammen, der großes Interesse am Brosig zeigte." Neues Lektorat, neues Cover, neue Aufmachung, all dies hat ihm die Zusammenarbeit mittlerweile beschert. "Es hat natürlich Vorteile, einen professionellen Verlag im Hintergrund zu haben", sagt Heindorff, der nun einen Schritt näher am "echten Durchbruch" ist, wie er selbst sagt.

Denn sein Roman scheint auch für eine Verfilmung prädestiniert zu sein. "Auf einer Lesung sprach mich eine ältere Dame an, die unbedingt den Matthias Schweighöfer in der Rolle von Holger Brosig sehen möchte", sagt Heindorff lachend. Den hatte er zwar bei der Entwicklung seines Protagonisten nicht im Sinn, "stören" würde ihn der deutsche Superstar aber natürlich nicht. "Klar, den nehm ich gerne!" sagt Heindorff augenzwinkernd und man möchte ihm dabei noch fester die Daumen drücken, dass es mit dem großen Durchbruch klappt. Das Zeug dazu hat der Roman allemal...

Passend dazu hat Marek Heindorff am Wochenende auf der Essener Buchmesse Uknown 2015 mit "Das Leben ist Brosig" den zweiten Platz beim ausgeschriebenen Buchpreis gewonnen! "Platz 1 war mit 500 Euro dotiert und ich habe ihn laut Jury ganz knapp verpasst", sagt Heindorff.

(Schaufenster Mettmann/Felix Förster)
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