Bürgerinitiativen machen gemeinsame Sache: „Initiativkreis pro Naturraum“ gegründet

Bürgerinitiativen machen gemeinsame Sache : „Initiativkreis pro Naturraum“ gegründet

Bürgerinitiativen aus der Region stellen sich gemeinsam gegen Flächenfraß.

Sie sind alle gegen den fortschreitenden Grünflächenverbrauch: Die Bürgerinitiativen aus dem Gebiet Düsseldorf/Wuppertal, die sich jetzt zu einem interkommunalen Initiativkreis zusammengeschlossen haben. Mit dabei auch die Naturschutzgemeinschaft Neandertal aus Erkrath. Sinn des Initiativkreises ist es, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam in der Region eine vernünftige ressourcenschonende Stadt- und Regionalentwicklung anzustoßen.

Meinung aller teilnehmenden Bürgerinitiativen ist es, dass durch die aktuellen Regeln der Kommunalfinanzierung ein künstlicher Überbedarf an Gewerbeflächen erzeugt wird. Städtische Haushalte finanzierten sich zum großen Teil durch Gewerbesteuereinnahmen, so dass die Kommunen im Wettstreit um ansiedlungswillige Unternehmen seien. In der Folge würden von jeder Kommune immer wieder neue Gewerbegebiete ausgewiesen. „Es kommt zu einem Ausverkauf unserer Freiflächen und zur Zerstörung noch vorhandener Biotop-Verbünde“, heißt es von Seiten des Initiativkreises, der sich für Flächenschonung und Rückgewinnung von Flächen, also die Wiedernutzung von industriellen Brachflächen, ausspricht. Weitere Bürger und Initiativen sind eingeladen, sich dieser Gruppe anzuschließen. Der Initiativkreis ist erreichbar unter der Adresse www.ik-pro-naturraum.de.

Info:

Gründungsmitglieder der Initiative sind: Friedensstraße, Wuppertal; Grosse Feld, Velbert; Kleine Höhe, Wuppertal und Velbert; Kuchhausen, Wuppertal; Murmelbach, Wuppertal; Naturschutzgemeinschaft Neandertal, Erkrath; Osterholz bleibt, Wuppertal und Haan; Rettet das Ittertal, Solingen, Haan und Wuppertal.