Pilzbefall lässt Eschen sterben: Fällarbeiten im Düsseltal/Neandertal

Pilzbefall lässt Eschen sterben : Fällarbeiten im Düsseltal/Neandertal

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Mettmann teilt mit, dass aus Gründen der Verkehrssicherung in den nächsten Tagen im Düsseltal und im Neandertal Bäume gefällt werden müssen.

Gefällt wird im Bereich Ehlenbeck in Haan-Gruiten. Es kann zu kurzfristigen Vollsperrungen der Wanderwege und der Straße kommen. Zudem müssen auf dem Thekhaus in Erkrath Hochdahl Bäume gefällt werden.

Das Holz bleibt größtenteils im Bestand zur Förderung der ökologischen Vielfalt (Totholz). In erster Linie sind Eschen betroffen, die aufgrund des landesweiten Eschensterbens stark geschwächt und nicht mehr standsicher sind. Die Eschen sind einer kleinen Pilzart zum Opfer gefallen, die dafür sorgt, dass die jungen Triebe im Kronenbereich absterben. Später fault dann auch der untere Teil des Stamms. Die ursprüngliche Heimat des Pilzes ist Ostasien, er hat sich dann über Polen weiter nach Westen ausgebreitet.

Die Pilzsporen sind sehr klein und werden durch den Wind flächig ausgebreitet. Man geht davon aus, dass bis zu 90 Prozent der Eschen in NRW befallen sind.

"Aber die Esche wird wohl nicht aussterben", beruhigt Klaus Adolphy von der unteren Naturschutzbehörde. "Einige Bäume sind gegenüber der Krankheit völlig unempfindlich und diese Bäume werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wieder für gesunde Eschenbestände sorgen."