Die Polizei in Ratingen teilt mit, „dass einzelne Anbieter ihre Dienstleistungen nicht ordnungsgemäß betreiben und die Fahrzeuge ihrer Kundinnen und Kunden missbräuchlich benutzen – zum Beispiel für private Fahrten, für Shuttle- oder Taxi-Fahrten, bis hin zur Begehung von Straftaten wie zum Beispiel der Durchführung illegaler Straßenrennen“.
So seien „im Bereich Ratingen vermehrt betroffene Fahrzeuge mit zum Teil erheblich erhöhten Kilometerständen oder Fahrzeugschäden an Kundinnen oder Kunden dieser Dienstleister zurückgegeben worden. Ferner kam es insbesondere im Bereich Ratingen-West zu Anwohnerbeschwerden, da die betroffenen Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt wurden und somit den Parkraum belasteten.“
Erst in den vergangenen Tagen registrierte die Polizei nach eigenen Angaben erneut mehrere Fälle dieser Art: „Betroffen war unter anderem ein Niederländer, der nach der Rückkehr am Düsseldorfer Flughafen aus seinem Urlaubsort feststellen musste, dass sein Citroën von Mitarbeitenden des Parkservice für private Fahrten genutzt worden war und hierbei erheblich zu Schaden kam. Andere Kundinnen und Kunden erhielten ihre Fahrzeuge erst Tage später oder gar nicht zurück.“
Vor diesem Hintergrund führten die Kreispolizeibehörde Mettmann, die Stadt Ratingen sowie der Zoll bereits mehrere gemeinsame Kontrolleinsätze durch. Die Polizei empfiehlt Reisenden, bei der Wahl eines Park-Service-Anbieters achtsam zu sein und diese aufmerksam zu prüfen: „Dokumentieren Sie bei der Fahrzeugübergabe den Zustand Ihres Autos und den Kilometerstand - zum Beispiel durch Fotos. Seriöse Anbieter erkennen Sie daran, dass sie Fahrzeuge in bekannten Parkhäusern oder auf registrierten Flächen parken. Seien Sie vorsichtig bei ungewöhnlich günstigen Angeboten oder unklaren Firmenstrukturen. Wer nach einer Reise ungewöhnliche Kilometerstände, Schäden oder sonstige Auffälligkeiten an seinem Fahrzeug feststellt, sollte dies bei der Polizei anzeigen.“
Die Behörden kündigen an, Kontrollen auch künftig fortzuführen: „Ziel ist es, unseriöse Anbieter zu identifizieren und gegen sie konsequent vorzugehen, um Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen und zugleich die seriös arbeitenden Unternehmen der Branche nicht durch das Verhalten einzelner schwarzer Schafe in Misskredit geraten zu lassen.“