Ab 11 Uhr Kreis testet am Donnerstag Sirenen und Warnsysteme

Kreis · Im Kreis Mettmann heulen in dieser Woche wieder die Sirenen: Am Donnerstag (10. September 2026) findet der nächste bundesweite Warntag statt. Ab 11 Uhr löst die Leitstelle des Kreises die Sirenensignale zur Warnung der Bevölkerung und zur Entwarnung aus.

94 von insgesamt 122 neuen Hochleistungssirenen sind im Kreis Mettmann mittlerweile in Betrieb. Diese Anlage steht auf dem Gefahrenabwehrzentrums des Kreises in Mettmann.

Foto: Kreis Mettmann

Testwarnungen werden zudem über Smartphone-Apps verbreitet und über den Mobilfunkdienst Cell Broadcast, so dass dafür geeignete Mobiltelefone auch ohne installierte Programme einen Alarm auslösen.

Nach mehrjährigen Arbeiten ist das Warnnetz im Kreis Mettmann in weiten Teilen auf neue Hochleistungssirenen umgestellt. „94 von geplanten 122 Anlagen sind installiert worden, in diesem Jahr soll das Projekt abgeschlossen sein“, erklärt Mirko Braunheim, (Leiter der Stabsstelle Bevölkerungsschutz beim Kreis Mettmann). Im Zuge der Modernisierung seien auch bestehende Lücken geschlossen worden, da Sirenensignale als maßgebliche Warnmöglichkeit angesehen werden.

Braunheim: „Der Ton soll Aufmerksamkeit erregen und die Bevölkerung gegebenenfalls aus dem Schlaf wecken. Gerade nachts sind im Normalfall Fernseher und Radio ausgeschaltet und das Handy kann abgeschaltet sein. Der Heulton einer Sirene ist davon unabhängig.“

Der Probealarm beginnt mit einem einminütigen Dauerton, der im Ernstfall „Entwarnung“ bedeutet. Danach folgt eine fünfminütige Pause. Anschließend ist ab 11:06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, welches bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 11:12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab.

Die Bürgerinnen und Bürger sollen im Ernstfall bei einer Auslösung der Sirenen geschlossene Räume aufsuchen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten. Bei akuten Gefahren werden über Hörfunk (Radio Neandertal und WDR 2) Informationen und Verhaltenshinweise gegeben. Der Kreis Mettmann kann das Programm von Radio Neandertal unterbrechen und selbst Informationen einsprechen, auch dies wird am Warntag getestet. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die Notrufnummern 110 und 112 nur in Notfällen zu wählen.

Am Warntag werden zudem die für Smartphones konzipierten Warn-Apps wie „Nina“, „Katwarn“ und „Biwapp“ sowie per Cell Broadcast einen zentral vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aktivierten Probealarm anzeigen. Auch im Kreis Mettmann werden bei Schadensereignissen auf diesem Weg Warnungen verbreitet.

Weitere Informationen zum Warntag und zu den Sirenensignalen gibt es im Internet unter www.warnung.nrw