Betrüger im Märchenzoo

Betrüger im Märchenzoo

Den Märchenzoo hat eine Welle der Hilfsbereitschaft erfasst, die emotional berührt und sprachlos macht.

Unsere Helfer sind Menschen, die selbstlos jeden Tag in den Märchenzoo kommen und zeigen, dass wir doch nicht in einer Welt leben die immer egoistischer zu werden scheint.

Die Geschichte eines Betrügers, der jüngst im Märchenzoo auftauchte, hat das Weltbild der Pächter und der Helfer kurz erschüttert.

Zwei Wochen nach Orkan "Ela" am Pfingstmontag haben die Helfer und Unterstützer aus Ratingen und der Region Unglaubliches geschafft.
Die Aufräumarbeiten sind beendet, der Wiederaufbau kann beginnen!
Dazu benötigt der Märchenzoo weiterhin Geldspenden, um Materialien kaufen zu können. Damit beispielsweise die Tiergehege neue Dächer bekommen.

Da erschien der Besuch des "Herrn Berg" im Märchenzoo zu schön um wahr zu sein. Mit sicherem Auftreten gab er sich als Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks aus. Eine Familie aus Wuppertal, die anonym bleiben wolle, habe ihm eine 6.000 Euro-Spende für den Märchenzoo überreicht; zudem habe er mit der Zeitung "Express" gesprochen — diese habe eine Blitzüberweisung über 5.500 Euro angewiesen. Die Dachdeckerinnung schicke Gesellen in den Märchenzoo, damit diese die durch den Sturm beschädigten Dächer erneuern. Zudem überreichte er einen Gutschein für ein großes Möbelhaus. Zudem stellte er 40 Karten für einen Besuch des Freizeitparks Phantasialand für die Kinder und Jugendlichen, die im Märchenzoo helfen und geholfen haben, in Aussicht.
Bei einem Rundgang durch den Märchenzoo machte sich "Herr Berg" Notizen, er fragte nach und telefonierte immer wieder. Am Ende lieh er sich 20 Euro von Märchenzoo-Betreiberin Heike Klimmeck-Kohnen. Er habe sein Portemonnaie nicht dabei und brauche dringend Geld für einen Blumenstrauß — nach einer Tasse Tee

verschwand "Herr Berg".

Nach der ersten Freude über diese tollen Nachrichten, die den Helfern Arbeit abgenommen hätten, stellte sich bei Heike Klimmeck-Kohnen bald ein Bauchgefühl ein, dass sie an der Geschichte zweifeln ließ. Berechtigt: "Herr Berg" war unter anderem auch schon "Herr Schröder". Seine Masche ist immer dieselbe. "Der Polizei sind bereits 37 Fälle dieses Menschen bekannt", sagt Klimmeck-Kohnen. "Wir haben Anzeige erstattet und warnen alle Einrichtungen, Institutionen, Organisationen aber auch Privatmenschen vor diesem Mann."

Im Märchenzoo greift wieder "Plan A" und der besteht von Anfang an aus den vielen Helfern und Unterstützern. "Unsere Helfer haben von Anfang an so viel organisiert, Ratinger Unternehmen unterstützen uns. Wir brauchen keinen Herrn Berg", so Klimmeck-Kohnen. Über weitere Spenden freuen sich die Helfer und das Pächterehepaar, damit das Ziel "Wiederaufbau" bald in greifbare Nähe rückt. Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite www.maerchenzoo.de

(FF)
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