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Achtung, die Nippes kommen

Achtung, die Nippes kommen
Nippes, das sind die Schauspieler Nadine Schuimer, Ingo und Petra Grenzstein sowie Philipp Seibel. FOTO: tb
Mettmann. Sie sind lustig, sie sind einzigartig, sie sind ein bisschen verrückt, sie sind die Nippes. Das Schauspielquartett aus Mettmann hatte bereits mit der ersten eigenen Inszenierung in den Räumen der Brasserie 904 großen Erfolg.

(tb) Auf zwei ausverkaufte Vorstellungen blicken die Künstler zurück. Resonanz: Hervorragend! Warum also nicht einmal die Spielstätte ändern und sich neuem Publikum vorstellen? Der Gedanke kam jedoch nicht von den humorvollen Künstlern selbst, sondern von Ines Ximar. Diese leitet das Golf Restaurant Haan-Düsseltal und wurde über die sozialen Medien auf die Mettmanner Schauspieler aufmerksam. "In der Nebensaison veranstalten wir öfters Themenabende und ich war ganz gespannt, was sich hinter dem Quartett Nippes verbirgt. Meinen Gästen scheint es ähnlich zu gehen, wir sind ausverkauft", berichtet die Inhaberin. Nippes, das sind Nadine Schuimer, Ingo und Petra Grenzstein sowie Philipp Seibel.

Die Anfangsbuchstaben der Künstler geben der Gruppe ihren Namen. "Nippes eben", wie Ingo Grenzstein der Einfachheit halber nochmal zusammenfasst. Dass die Vier nicht nur auf der Bühne zusammen funktionieren, sondern auch familiär verbandelt sind, daraus machen die Künstler kein Geheimnis. Hier scheint das Schauspielgen vererbt worden zu sein. Alle vier Künstler sind bereits auf der Bühne Zuhause. "In der Konstellation zusammen gespielt haben wir bisher aber noch nicht. Das ist neu." Gemeinsam wurde am ersten Programm "Theaterköstlichkeiten" gefeilt. Da traf es sich ganz gut, dass es neben den Auftritten für die Gäste ein kulinarisches 5-Gang-Menü gab. Gespielt wurde stets zwischen den Gängen. Ein in sich geschlossenes Stück ist "Theaterköstlichkeiten" nicht. "Viel mehr ist es eine Mischung aus lustigen Spielszenen und anspruchsvollen Lesungen", so die Künstler erklärend.

Dass Nippes definitiv nicht wie andere Schauspielgruppen sind, wurde bereits während der Begrüßung deutlich. Auf charmante Art wurde schon vorweg nach ausreichend Applaus und Zugabe verlangt. Eine Bitte, denen die rund 45 Gäste gerne nachkamen. Für ein bisschen Wirbel sorgte anschließend Putzfee Petra in der optisch gewagten kürkisen Kittelschürze. In Windeseile wurden Stühle gerückt, Krümel beseitigt und die Lachmuskeln auf Tauglichkeit überprüft. Wer von dem lustigen und teils anspruchsvollen Programm noch nicht genug bekommen hat, darf sich auf eine Wiederholung am 7. April in der Brasserie freuen. Natürlich ist auch gerne "frisches" Publikum willkommen.