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Preisgekröntes Design made in Germany

mono Manufaktur
mono Manufaktur FOTO: FF/mono
Mettmann. Das Schaufenster Mettmann präsentiert in enger Kooperation mit der Mettmanner Wirtschaftsförderung die neue Serie "Erfolgreich in Mettmann". Darin stellen wir Unternehmen der Stadt vor, die das Rückgrat der Mettmanner Wirtschaft bilden.

Auf der Industriestraße in einem Gewerbegebiet etwas außerhalb von Mettmann wird und wurde Design-Geschichte geschrieben. Die Firma mono bietet Menschen, die Individualität und Exklusivität ebenso zu schätzen wissen wie Handwerksprodukte "Made in Germany" außergewöhnliche Produkte rund um die Tischkultur an. Dabei finden Liebhaber und Menschen, die einen Sinn für das Schöne haben, echte Designklassiker neben hochwertigen Messern, die in Zusammenarbeit mit Starköchin Sarah Wiener entwickelt wurden. Um es kurz zusammenzufassen: mono und die Edition Pott repräsentieren Artikel von Weltruf, die Mettmann auf die Karte der exklusiven und hochwertigen Manufakturen gebracht haben.

Dabei ist mono nach wie vor ein Familienunternehmen, das inzwischen in fünfter Generation geführt wird. "Angefangen hat alles während der Kaiserzeit als Wilhelm Seibel I. im Jahre 1895 die Britanniawarenfabrik W. Seibel gründete", sagt der Marketingleiter von mono, Ulrich Schlaf. "Bis ins Jahr 1939 arbeiteten rund 1000 Mitarbeiter für die Fabrik in Mettmann, dann kam der zweite Weltkrieg." Nach dem Krieg beschäftigte das Unternehmen fast 1.000 Mitarbeiter. Während in den 1950er Jahren etwa 90 Prozen der Besteckfabriken in Deutschland schließen mussten, konzentrierte sich das Unternehmen nicht länger auf Massenproduktion, sondern auf Manufakturfertigung von hochwertigen Design-Bestecken.

Ulrich Schlaf berichtet von einer entscheidenden Phase des Unternehmens und ihm ist die Begeisterung anzumerken: "Unter der Leitung von Herbert Seibel fertigte das Unternehmen ab 1959 die von Peter Raacke entworfenen Besteckserie mono-a. Diese Besteckserie wurde international ausgezeichnet und zum Design-Klassiker."

Anfang der 80er Jahre wurde die Firma dann nach ihrem größten Erfolg in "mono" umbenannt. 2006 erweiterte mono sein Sortiment, indem es die Solinger Besteckmanufaktur POTT übernahm.

Die Produktionsstätte wurde von Solingen nach Mettmann verlegt. "Überlegungen, mit mono nach Solingen zu ziehen, gab es dabei nie", sagt Diana Schlaf vom Verkaufsmarketing. "Im Gegenteil, mono fühlte sich schon immer als Mettmanner Unternehmen, das die Vorzüge des Standorts zu schätzen weiß."

Mit der Übernahme der Marke POTT erweiterte mono sein Sortiment um die wegweisenden Entwürfe der Bestecke und Messer-Kollektion aus Solingen. Dabei war das Besondere an mono und POTT, das alle die zum Großteil in Handarbeit hergestellten Produkte die Erfahrung und die Kunstfertigkeit der erfahrenen Angestellten quasi "atmen".

Jedes Teil ist individuell gefertigt und wird nur aufgrund der Fähigkeiten der Handwerker dabei zu einem kleinen Kunstwerk. Dabei werden pro Stück bis zu 30 Arbeitsschritte benötigt, bis aus einem Rohling das fertige Bestteckteil wird. In Zeiten von Billigprodukten aus Fernost ist diese aufwendige Arbeitsweise selten und hat natürlich ihren Preis. Doch den zahlen Kunden, die Ansprüche haben, gerne. Sie wissen eben, dass ihre Stücke so individuell besonders wie qualitativ hochwertig sind. "Wir haben einen Eigenfertigungsanteil von über 70 Prozent", sagt Ulrich Schlaf. "99 Prozent unserer Waren sind in Deutschland angefertigt, also mit dem Qualitätsmerkmal 'Made in Germany' versehen."

Dabei spielen die menschliche Hand und das menschliche Auge erfahrener Handwerksmeister eine entscheidende Rolle. Und auch die Designer legen bei der Feinabstimmung, vor Beginn der Fertigung eines neuen Produktes mit Hand an. Maschinelle Kraft, aber vor allem handwerkliches Feingefühl sind nötig, um die perfekten Formen der Besteckteile zu erzeugen. Zum Schluss werden die Edelstahloberflächen behutsam geschliffen und poliert bzw. mattiert. Fertig ist der Klassiker!

(Schaufenster Mettmann/FF)