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Schulgarten AG begeistert Grundschüler

Schulgarten AG begeistert Grundschüler
Jedes Ogata-Kind der Schulgarten AG durfte sich über eine eigene Urkunde freuen. FOTO: TB
Mettmann. Jahrelang wurde der Schulgarten der Astrid-Lindgren-Grundschule in Metzkausen stiefmütterlich behandelt. Das Unkraut konnte sich unaufhörlich seinen Weg durch sämtliche Fugen und Ritzen suchen, die eigentliche Wiesenfläche war als solche nicht mehr zu erkennen. Ein Zustand, der von drei engagierten Müttern nicht weiter hingenommen werden konnte.

 

"Wir haben uns kurzerhand überlegt, eine Schulgarten AG zu gründen", erinnert sich Ina Ocepek. Gesagt, getan! In zahlreichen Einzelstunden wurde der Garten gemeinsam mit tatkräftig helfenden Ogata-Kindern in ein echtes Kleinod verwandelt. "Wir mussten einen kompletten Erdaustausch vornehmen, da die Wiese von Unkraut durchzogen war", verrät Grundschulmutter Joanna Bethke. Vielerorts fragten die jungen Mütter nach Unterstützung und erhielten diese von zahlreichen Seiten. "Die Gärtnerei Benninghof hat uns Blumen geschenkt, von der Firma Martin Preuß durften wir kostenlos einen Minibagger benutzen, das Unternehmen Westphal Service hat uns Mutterboden zur Verfügung gestellt, zudem haben wir von Hellweg ein Hochbeet bekommen und zahlreiche kleinere, finanzielle Einzelspenden erhalten", zählen die Mütter die Liste der zahlreichen Unterstützer auf.

Seit Frühling dieses Jahres verwandelt sich der Garten von Woche zu Woche mehr in eine kleine Oase. "Einmal in der Woche, jeweils montags für eine Stunde, gehen wir mit den Kindern in den Garten. Es ist uns wichtig, dass die Schüler einen Bezug zu Obst, Gemüse und Blumen bekommen. Nicht jedes Kind hat die Möglichkeit, zuhause zu gärtnern", sagt Ina Ocepek. Die Resonanz der Grundschüler ist durchweg positiv. Mittlerweile haben sich ganze Kleinorganisationen gegründet, die für Unkraut und Bewässerung zuständig sind. Als Dank für die unermüdliche Hilfe durften sich die Kinder kurz vor den Sommerferien noch über eine individuell gestaltete Urkunde freuen.

"Der Garten ist nicht nur für die Ogata-Kinder zugänglich, sondern kann auch von der Schule genutzt werden. Es fand an schönen Tagen sogar schon Unterricht im Freien statt. Endlich ist der Schulgarten wieder ein Ort, an dem alle gerne sind", so die Mütter. Dabei ist noch lange nicht Schluss mit den Sanierungsmaßnahmen. Die Kinder dürfen Möbel bemalen, weitere Pflanzen setzen und stets neue Ideen entwickeln. Dazu gehört auch, ein Insektenhotel zu entwerfen. "Im Herbst bekommen wir zudem noch zwei Spalierobstbäume vom Bürgerverein Metzkausen überreicht. Diese werden den Garten nochmals aufwerten", ist sich Joanna Bethke sicher. "Hier ist noch viel zu tun und die Ideen gehen uns so schnell nicht aus!"

(Schaufenster Metttmann/TB)